Der Teufelsstein (Pidkamin): ein legendärer Ort in der Region Lwiw

Der Teufelsstein (Pidkamin): ein legendärer Ort in der Region Lwiw

Pidkamin: ein gigantischer Stein und 3000 Jahre Menschheitsgeschichte

Pidkamin ist einer jener Orte in der Region Lwiw, bei denen es schwerfällt, die touristische Geschichte mit dem üblichen Satz «Die Ortschaft wurde erstmals im Jahr soundso erwähnt» zu beginnen. Über der Siedlung ragt ein etwa 17 Meter hoher gewaltiger Felsen auf, von dem sich der Name Pidkamin ableitet, und ihm gegenüber steht auf einem hohen Berg eine monumentale Klosteranlage, die eher einer Festung ähnelt. Das allein genügt schon, damit die Gegend ungewöhnlich wirkt. Am interessantesten wird es jedoch, wenn man sich der Archäologie und den alten Dokumenten zuwendet.

Lange bevor Pidkamin in schriftlichen Quellen erwähnt wurde, hielten sich Menschen in der Nähe des berühmten Steins auf. Nach Angaben der Enzyklopädie der Geschichte der Ukraine wurden rund um den Felsen Keramikfragmente aus dem IX.–VII. Jahrhundert v. Chr. sowie Materialien aus der altrussischen Periode des XI.–XIII. Jahrhunderts gefunden. Am Fuß des Berges weisen Forschungen zudem auf ein vorchristliches Kultobjekt hin, das in einer natürlichen Höhle eingerichtet wurde. Das bedeutet: Lange vor den Klostermauern war diese Anhöhe bereits für Menschen von Bedeutung, die hier in verschiedenen historischen Epochen lebten.

Die Siedlung Pidkamin wird erstmals in historischen Dokumenten aus dem Jahr 1441 erwähnt, während die erste urkundlich bestätigte Erwähnung des Dominikanerklosters aus dem Jahr 1464 stammt. Die klösterliche Überlieferung datierte die Ankunft der Mönche auf dem Berg jedoch in eine deutlich frühere Zeit. Aus diesen Überlieferungen entstanden später Geschichten über ein altes Heiligtum, tatarische Angriffe, eine zerstörte frühe Klosteranlage und die rätselhafte Vergangenheit des gewaltigen Felsens. Ein Teil dieser Erzählungen hat eine archäologische Grundlage, ein anderer gehört zur späteren historischen Tradition. Deshalb werden wir in diesem Artikel bestätigte Fakten und Legenden klar voneinander trennen.

Pidkamin ist auch deshalb interessant, weil sich seine Geschichte nicht nur anhand moderner Rekonstruktionen nachvollziehen lässt. Bereits 1648 veröffentlichte der Dominikaner Szymon Okolski in Krakau einen eigenen Druck über den Heiligen Berg bei Pidkamin. Fast ein Jahrhundert später, im Jahr 1746, zeichnete der Militäringenieur Christian Dahlke einen detaillierten Plan der Befestigungsanlagen von Pidkamin. Ende des XVIII. Jahrhunderts erscheint das Kloster-Fort zudem auf Militärkarten und in Zeichnungen von Reisenden.

Besonders aussagekräftig ist die österreichische Katasterkarte aus dem Jahr 1844. Auf ihr sind der Marktplatz, die Bebauung von Pidkamin, das befestigte Kloster, Gärten, Friedhöfe und Grundstücke zu sehen. Das interessanteste Detail ist jedoch, dass die Kartografen den gewaltigen Stein mit einem eigenen, ungewöhnlichen Zeichen markierten. Er war für das Erscheinungsbild der Gegend so wichtig, dass er buchstäblich auf dem offiziellen Katasterplan landete.

Für heutige Reisende bedeutet das, dass Pidkamin weit mehr ist als nur ein eindrucksvoller Felsen. In wenigen Stunden kann man hier ein natürliches Geologiedenkmal sehen, zum Festungskloster hinaufsteigen, alte Verteidigungsmauern, Höhlen, Gräber und Steinkreuze besichtigen und zugleich Orte erkunden, die in Dokumenten, Frühdrucken und mehrere Jahrhunderte alten Karten erwähnt werden.

Die größte Faszination Pidkamins liegt gerade in der Überlagerung verschiedener Epochen. In der Nähe des Steins finden Archäologen Spuren von Menschen, die hier lange vor dem Christentum lebten. Mittelalterliche Dokumente kennen bereits die Siedlung und das Kloster. Im XVII. Jahrhundert wurden über diesen Ort eigene Bücher gedruckt, im XVIII. Jahrhundert zeichneten Militäringenieure seine Befestigungsanlagen, und im XIX. Jahrhundert wurde Pidkamin von österreichischen Landvermessern detailliert dokumentiert.

Im Folgenden versuchen wir, diese Geschichte ohne touristische Ausschmückungen zu lesen: Wir klären, was über den gewaltigen Stein tatsächlich bekannt ist, ob sich bei ihm ein vorchristliches Heiligtum befunden haben könnte, wie das Festungskloster entstand, was alte Karten und Zeichnungen zeigen und was Reisende heute an einem Tag in Pidkamin sehen können.


Der Teufelsstein in Pidkamin: ein Felsengigant und Spuren alter Epochen

Das wichtigste Naturdenkmal Pidkamins ist so ungewöhnlich, dass der Name der Siedlung höchstwahrscheinlich auf ihn zurückgeht. Auf einem hohen Hügel ragt einsam der Teufelsstein auf — ein massiver, etwa 17 Meter hoher Felsrest. Vor dem Hintergrund der umliegenden Felder und des sanften Geländes wirkt er, als hätte ihn tatsächlich jemand herbeigetragen und mitten in der Landschaft abgestellt.

Gerade diese ungewöhnliche Form brachte zahlreiche Legenden über einen Teufel hervor, der den Stein zu einem Heiligtum getragen, sein Werk jedoch nicht vollenden konnte. Die geologische Entstehung des Felsens ist allerdings weitaus interessanter als diese märchenhafte Erklärung. In wissenschaftlichen Publikationen wird der Stein als Erosionsrest sarmatischen Alters beschrieben, der aus alten Sedimentgesteinen entstanden ist. Einige geologische Quellen präzisieren, dass es sich um einen Rest sarmatischer Sandsteine der Wolhynisch-Podolischen Platte handelt.

Wie der Teufelsstein entstand

Vor Millionen von Jahren sah das Gebiet des heutigen Podoliens völlig anders aus. Hier lagerten sich Meeressedimente ab, die sich im Laufe der Zeit verdichteten und zu hartem Gestein wurden. Nach dem Rückzug des Meeres, der Hebung des Gebiets und dem lang anhaltenden Einfluss von Wasser, Frost, Wind und Temperaturschwankungen begann die Oberfläche allmählich zu zerfallen.

Weichere Gesteinsschichten wurden schneller ausgewaschen und verwitterten, während widerstandsfähigere Bereiche erhalten blieben. Solche Formen nennen Geologen Erosionsrelikte — Fragmente einer einst deutlich mächtigeren Gesteinsschicht, die den Abbau der umgebenden Landschaft überstanden haben. Der Stein wurde daher weder von einem Gletscher noch von Menschen hergebracht und ist auch nicht als einzelner Block hierher «gefallen». Er ist Teil einer uralten geologischen Oberfläche, von der im Laufe der Zeit rundherum deutlich weniger Material übrig blieb. Das erklärt seine eindrucksvolle, weithin isolierte Silhouette.

Die Gegend um Pidkamin liegt in einer äußerst interessanten geografischen Region: Hier treffen die Holohory, die Woronjaky und das Kremenezker Hügelland aufeinander, während sich im Süden der Höhenzug der Podolischen Towtry, auch Medobory genannt, erstreckt. Selbst ein einzelner Felsen ist daher Teil einer viel größeren geologischen Geschichte Westpodoliens.

Was Archäologen an der Felsoberfläche entdeckten

Im Jahr 2020 begannen Archäologen eine neue Forschungsphase am Denkmal Pidkamin I im Flurstück «Kamin». Die Anlage wurde mithilfe geodätischer Geräte detailliert vermessen, der Felsen mit photogrammetrischen Methoden untersucht und in dreidimensionalen Modellen erfasst. Bei der Untersuchung wurden an der Oberfläche des Steins Nischen, Ausarbeitungen und einzelne architektonische Elemente dokumentiert. Das ist ein äußerst wichtiges Detail: Es bestätigt, dass der Felsen in der Vergangenheit nicht nur die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zog, sondern möglicherweise unmittelbar in bestimmte Bauwerke einbezogen war.

Gerade die verschiedenen Nuten und Ausarbeitungen führten früher zu der Annahme, dass an dem Felsen Holzkonstruktionen befestigt gewesen sein könnten. In der älteren Geschichtsschreibung wurden sie sogar mit den aus Tustan bekannten Systemen der Felsbebauung verglichen. Die heutigen Archäologen sind jedoch deutlich vorsichtiger: Die Ausarbeitungen sind zwar nachgewiesen, doch die genaue Gestalt, Funktion und Chronologie aller Holzkonstruktionen müssen noch erforscht werden.

Eine Aussage wie «Auf dem Stein stand ganz sicher eine zweistöckige Holzfestung» wäre daher heute zu kategorisch. Deutlich zutreffender ist: Die Spuren am Felsen zeugen von seiner intensiven Nutzung durch Menschen und vom wahrscheinlichen Vorhandensein an ihm befestigter Konstruktionen.

Die Archäologie zeigt, dass Menschen über Jahrtausende hierher kamen

Das Interessanteste zeigt sich nicht nur auf der Oberfläche des Steins, sondern auch in seiner Umgebung. Moderne archäologische Untersuchungen zeigen, dass das Gebiet in verschiedenen historischen Epochen genutzt wurde. Im wissenschaftlichen Katalog ist das Denkmal Pidkamin I als Friedhof und christliche Kultstätte ausgewiesen; dort wurden Materialien aus der frühen Eisenzeit des XII.–VII. Jahrhunderts v. Chr., dem Mittelalter des IX.–X. sowie des XII.–XIII. Jahrhunderts und aus dem XVII.–XVIII. Jahrhundert dokumentiert.

Am Fuß des Steins befindet sich eine weitere archäologische Fundstelle – Pidkamin IV, an der Materialien aus der frühen Eisenzeit gefunden wurden. In den angrenzenden Gebieten entdeckten Archäologen außerdem Siedlungen aus verschiedenen Epochen und sogar eine befestigte Siedlung aus dem IX.–X. Jahrhundert. Insgesamt zählen Forschende innerhalb des heutigen Pidkamin bereits etwa zwölf archäologische Denkmäler – von mesolithischen und eisenzeitlichen bis hin zu mittelalterlichen und neuzeitlichen.

Das verändert die Wahrnehmung des Ortes grundlegend. Vor uns liegt nicht einfach ein Felsen, bei dem zufällig eine Siedlung entstand. Das Gebiet rund um den Stein war über sehr lange Zeit für Menschen attraktiv, und seine Funktionen könnten sich mehrfach verändert haben.

Der alte Friedhof rund um den Stein

Direkt am Felsen sind Steinkreuze des alten Friedhofs zu sehen. Aufgrund ihrer Form werden die Gräber in touristischen Beschreibungen häufig als «Kosaken­gräber» bezeichnet, doch mit dieser Bezeichnung sollte man vorsichtig sein. Archäologische Arbeiten im Jahr 2021 bestätigten das Vorhandensein von Bestattungen im nördlichen Teil der Anlage. Die beiden untersuchten Gräber stammen aus dem XVII.–XVIII. Jahrhundert. Zugleich vermuten die Forschenden, dass der Friedhof selbst einen älteren, möglicherweise mittelalterlichen Ursprung haben könnte; Konkrete Belege dafür reichen bislang jedoch nicht aus.

Interessant ist auch, dass die Bestattungen in einem bereits vorhandenen Graben angelegt wurden, der möglicherweise noch aus dem Mittelalter stammt. Das Gebiet rund um den Stein wurde demnach mehrfach umgestaltet und erhielt neue Funktionen. Daher ist die Formulierung «alter Friedhof des XVII.–XVIII. Jahrhunderts» heute wesentlich genauer als die kategorische Bezeichnung «Kosakenfriedhof».

Der Stein wird bereits in 3D erforscht

Besonders interessant ist, dass die moderne Erforschung des Denkmals längst über gewöhnliche archäologische Skizzen hinausgeht. Seit 2020 erstellen die Forscher präzise digitale Pläne und 3D-Modelle einzelner Teile der Anlage. So lassen sich die Lage jeder Nische, jeder Ausarbeitung und jedes konstruktiven Details dokumentieren und später mit den Ergebnissen der Ausgrabungen, alten Beschreibungen und möglichen Rekonstruktionen vergleichen.

Für Reisende mag das wie ein technisches Detail wirken, doch es ist sehr wichtig: Ein Denkmal, über das jahrzehntelang vor allem Legenden erzählt wurden, entwickelt sich heute allmählich zu einem gut dokumentierten archäologischen Komplex.



Gab es beim Teufelsstein ein altes Heiligtum?

Gerade rund um den Teufelsstein in Pidkamin stellen sich die meisten Fragen, auf die Historiker und Archäologen bis heute keine endgültige Antwort haben. Der Felsen wurde in verschiedenen historischen Perioden von Menschen genutzt, auf seinem Gipfel sind in den Stein gehauene Nischen und zahlreiche Spuren von Holzkonstruktionen erhalten, und in der alten klösterlichen Tradition wird sogar ein «heidnisches Heiligtum auf den Felsen» erwähnt.

Diese Fakten bildeten die Grundlage für die Hypothese, dass der Stein vor der Christianisierung eine sakrale oder mit Bestattungsriten verbundene Bedeutung gehabt haben könnte. Wichtig ist jedoch, sofort eine Grenze zu ziehen: Archäologen dokumentieren tatsächlich alte Funde, Bestattungsnischen und Spuren von Bebauung. Die Aussage «Hier existierte mit Sicherheit ein heidnisches Heiligtum» bleibt jedoch eine wissenschaftliche Interpretation und ist keine endgültig bewiesene Tatsache.

Bestattungsnischen auf dem Gipfel des Felsens

Zu den ungewöhnlichsten Details des Teufelssteins gehören rechteckige Nischen, die direkt in den oberen Teil des Felsens gehauen wurden. Der Forscher Mykola Bandriwskyj beschrieb mehrere solcher Vertiefungen mit einer Länge von etwa 1,8–2,5 m und einer Tiefe von rund 0,4–0,6 m. Ihre Form und Ausrichtung veranlassten die Forscher zu der Annahme, dass sie für ein Bestattungsritual genutzt worden sein könnten. Dafür spricht auch die große Zahl an Nuten, Ausarbeitungen und Abflachungen rund um die Nischen – Spuren von Konstruktionen, die einst an den Felsen angrenzten.

Nach einer der Rekonstruktionen könnte über den Bestattungsvertiefungen ein Holzbau oder eine Überdachung gestanden haben. Sein genaues Aussehen ist jedoch unbekannt. Daher sollten populäre Zeichnungen eines «Tempels mit Festungscharakter» oder eines großen Holzbaus auf dem Stein lediglich als mögliche Rekonstruktionen verstanden werden, nicht als zuverlässig ermittelte Darstellung des Bauwerks.

Woher die Erwähnung eines «heidnischen Heiligtums» stammt

Von besonderem Interesse ist die dominikanische Klostertradition. Nach Angaben von Mykola Bandriwskyj soll es in der Chronik des Dominikanerklosters von Pidkamin einen Eintrag gegeben haben, wonach die Mönche, die im XIII. Jahrhundert hierher kamen, auf den Felsen angeblich ein «heidnisches Heiligtum» vorfanden. Ähnliche Angaben wiederholte später auch der dominikanische Historiker des XIX. Jahrhunderts Sadok Barącz, der viele Jahre mit den Klosterarchiven arbeitete und die Geschichte von Pidkamin beschrieb.

Doch hier gibt es ein grundlegendes Problem: Wir besitzen kein unabhängiges Dokument aus dem XIII. Jahrhundert, das unmittelbar zur Zeit der beschriebenen Ereignisse verfasst wurde. Die Angaben sind durch eine deutlich spätere Klostertradition überliefert. Daher sind sie ein wertvolles historisches Zeugnis dafür, wie die Mönche selbst die vorchristliche Vergangenheit des Ortes erklärten, können jedoch für sich genommen nicht die Existenz eines konkreten heidnischen Tempels beweisen.

Könnte das Heiligtum mit Nomaden verbunden gewesen sein?

Mykola Bandriwskyj schlug eine noch interessantere Interpretation vor. Er wies darauf hin, dass die Form der Grabnischen, der Charakter des Ritus und einzelne historische Parallelen mit Nomadenvölkern aus der Steppe in Verbindung stehen könnten, die im XI.–XII. Jahrhundert im wolhynisch-podolischen Grenzgebiet anzutreffen waren.

Der Forscher vermutet einen möglichen Zusammenhang des Komplexes mit dem kumanischen Umfeld. Seiner Hypothese zufolge könnte der kegelförmige Hügel mit dem gewaltigen Felsen auf seinem Gipfel die Nomaden an einen traditionellen Steppenkurgan erinnert und dadurch eine besondere Bestattungs- und Ritualbedeutung erlangt haben.

Diese Version ist interessant, aber bislang nicht endgültig bewiesen. Der archäologische Komplex von Pidkamin ist mehrschichtig: Hier finden sich Materialien aus der frühen Eisenzeit, der altrussischen Epoche, dem Mittelalter und der Neuzeit. Daher wäre es zu einfach, alle Ausmeißelungen, Nischen und Konstruktionen einer einzigen bestimmten Kultur zuzuschreiben.

Die rätselhafte steinerne «Baba» bei Pidkamin

Als weiteren Hinweis auf eine mögliche Anwesenheit von Steppenbevölkerungen führt Bandriwskyj ein interessantes Detail an. Alten Beschreibungen zufolge stand bis zum XIX. Jahrhundert beim benachbarten Dorf Pankiwszi eine anthropomorphe Steinstatue, die von der lokalen Tradition mit Pidkamin in Verbindung gebracht wurde. Sie wurde als weibliche Figur mit einer eigentümlichen Kopfbedeckung und Kleidung beschrieben. Diese Merkmale erlaubten es dem Forscher, sie mit den sogenannten Steinbabys zu vergleichen — anthropomorphen Skulpturen, die für turksprachige Nomadenvölker der Steppe, insbesondere die Kumanen, charakteristisch waren.

Die Statue selbst ist jedoch bis heute in ihrem ursprünglichen Kontext nicht erhalten, weshalb auch hier nur von einem möglichen Zusammenhang und nicht von einem endgültigen Beweis für ein kumanisches Heiligtum gesprochen werden sollte.

Die Höhlen unter dem Klosterberg

Eine weitere rätselhafte Schicht von Pidkamin befindet sich nicht beim Stein selbst, sondern unter dem Klosterberg. Hier gibt es zwei Höhlenräume, die von der örtlichen Klostertradition mit einer frühen klösterlichen Niederlassung verbunden werden. Der Überlieferung zufolge könnten sich in der Fürstenzeit Mönche in den Höhlen niedergelassen haben, während auf dem Berg ein frühes christliches Heiligtum bestanden habe. Moderne kirchenhistorische Materialien bringen diese Höhlen mit dem XIII. Jahrhundert und dem frühen klösterlichen Leben in Pidkamin in Verbindung.

Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Die erste dokumentarisch belegte Erwähnung des Dominikanerklosters stammt erst aus dem Jahr 1464. Die Geschichten über ein Kloster aus dem XIII. Jahrhundert gehen auf eine spätere Tradition und archäologische Interpretationen zurück. Sie sollten daher nicht so dargestellt werden, als sei eine Gründungsurkunde aus der Fürstenzeit erhalten geblieben.

Allein die Existenz der Höhlen macht den Klosterberg jedoch noch interessanter für die Forschung. Sie zeigt, dass die sakrale Nutzung der Naturlandschaft in Pidkamin nicht auf den gewaltigen Felsen beschränkt war.

Vom vorchristlichen Ort zum christlichen Heiligtum

Die interessanteste Besonderheit von Pidkamin liegt in der möglichen Kontinuität der Sakrallandschaft. Orte, die bereits vor dem Christentum eine rituelle Bedeutung gehabt haben könnten, wurden später Teil des christlichen religiösen Raums. Ein ähnliches Phänomen ist aus verschiedenen Teilen Europas bekannt: Ein ungewöhnlicher Berg, eine Quelle, eine Höhle oder ein Felsen konnte für vorchristliche Gemeinschaften zunächst von großer Bedeutung sein. Nach dem Religionswechsel verschwand die Sakralität des Ortes nicht — lediglich ihre Erklärung veränderte sich.

Ob es sich in Pidkamin tatsächlich so verhielt, lässt sich bislang nicht endgültig sagen. Doch hier finden sich nebeneinander ein gewaltiger Felsen mit Spuren alter Konstruktionen, Grabnischen, mehrschichtige archäologische Denkmäler, Höhlen und eine Klostertradition über ein vorchristliches Heiligtum. Eine solche Verbindung verdient eindeutig eine wesentlich ernsthaftere Betrachtung als die bloße Legende vom «Teufelsstein».

Was wir als Fakt und was wir als Hypothese betrachten können

Damit die Geschichte von Pidkamin nicht zu einer Sammlung schöner Erfindungen wird, sollten die unterschiedlichen Grade der Gewissheit klar voneinander getrennt werden.

Archäologisch bestätigt: Das Gebiet wurde in verschiedenen historischen Epochen von Menschen genutzt; am Stein gibt es ausgehauene Nischen, Rillen und Konstruktionsspuren; in der Umgebung befanden sich Gräber; im Gebiet von Pidkamin wurden Denkmäler aus der frühen Eisenzeit, der Fürstenzeit und späteren Jahrhunderten gefunden.

In späteren Quellen historisch belegt: die Klostertradition über ein «heidnisches Heiligtum auf den Felsen» und ein frühes klösterliches Leben.

Eine wissenschaftliche Hypothese bleibt: die genaue Funktion des Felsenkomplexes, seine Verbindung mit den Kumanen und die Möglichkeit, dass hier ein konkretes vorchristliches Heiligtum existierte.

Gerade diese Ungewissheit macht den Teufelsstein in Pidkamin besonders interessant. Es handelt sich nicht um einen erfundenen «mystischen Ort», dem nachträglich eine Geschichte angedichtet wurde. Vor uns liegt ein realer archäologischer Komplex, dessen Bedeutung von Forschern weiterhin untersucht wird.

Eine völlig andere Phase seiner Geschichte begann, als sich die Dominikaner auf dem benachbarten Berg niederließen und allmählich einen der größten Klosterkomplexe der Westukraine schufen — die Klosterfestung von Pidkamin.


Pidkamin auf alten Karten und Zeichnungen: Wie man den Marktflecken vor 250 Jahren sah

Die Geschichte von Pidkamin lässt sich nicht nur anhand schriftlicher Dokumente und archäologischer Funde rekonstruieren. Erhalten geblieben sind alte Ingenieurpläne, Militärkarten, Zeichnungen von Reisenden und Katasterunterlagen, die buchstäblich erkennen lassen, wie sich die Klosterfestung, der Marktflecken und die umliegende Landschaft veränderten.

Besonders wertvoll ist, dass diese Quellen zu völlig unterschiedlichen Zwecken erstellt wurden. Den Militäringenieur interessierten die Verteidigungsanlagen, die österreichischen Kartografen Straßen, Gelände und Siedlungen, den reisenden Künstler der allgemeine Anblick des Klosters auf dem Berg und die Katastervermesser jedes einzelne Grundstück und Bauareal. Legt man diese Materialien übereinander, hört Pidkamin des XVIII.–XIX. Jahrhunderts allmählich auf, ein abstrakter «alter Marktflecken» zu sein.

1746: Der Ingenieurplan der Festung von Pidkamin

Zu den wertvollsten kartografischen Quellen gehört ein Dokument mit dem französischen Titel «Plan de la forteresse de Podkamien, inventé et dessiné par Chretien Dahlke... l’an 1746»«Plan der Festung Pidkamin, entworfen und gezeichnet von Christian Dahlke im Jahr 1746».

Der Plan ist bereits durch die Bezeichnung des Objekts besonders interessant. Der Autor nennt den Klosterkomplex nicht einfach ein Kloster oder Heiligtum, sondern forteresse — eine Festung. Das entspricht gut dem, was Besucher heute in Pidkamin sehen: Kirche und Klostergebäude waren von einem eigenen System aus Wehrmauern und Türmen umgeben.

Die technische Zeichnung hilft, die gegenseitige Lage des Verteidigungsrings, der inneren Gebäude und der Zugänge zum Klosterberg zu verstehen. Für heutige Besucher ist sie besonders nützlich, da ein Teil des alten Befestigungssystems verloren gegangen oder umgebaut worden ist. Allein anhand der heutigen Ruinen lässt sich das ursprüngliche Ausmaß der Befestigungen daher nur schwer vorstellen.

Gleichzeitig gibt es hier ein wichtiges Archivdetail: Das Exemplar, das heute im Nationalarchiv in Krakau unter der Signatur 29/663/0/6/719 aufbewahrt wird, ist eine spätere Kopie des Originalplans aus dem Jahr 1746. Daher ist es korrekter, nicht von «Dahlkes Originalzeichnung, die bis heute erhalten geblieben ist», sondern von einer Archivkopie zu sprechen, die seinen historischen Plan wiedergibt.

Pidkamin auf der Mieg-Karte von 1779–1783

Nach der ersten Teilung der polnisch-litauischen Adelsrepublik geriet Galizien unter die Herrschaft der Habsburger, und die neue Verwaltung begann, die erworbenen Gebiete detailliert zu kartografieren. So entstand das Erste militärische Kartografieren Galiziens von 1779–1783, heute als Karte von Friedrich von Mieg bekannt. Dabei handelte es sich nicht um eine gewöhnliche schematische Darstellung der Region. Die Karten wurden in einem Maßstab von ungefähr 1:28 800 angefertigt, sodass Siedlungen, Straßen, Flüsse, Wälder, Geländeformen und wichtige Bauwerke darauf recht detailliert festgehalten wurden.

Pidkamin ist in diesem Kartenwerk als «Miasto Podkamień» – Stadt Pidkamin eingetragen. Der Ort erscheint in den Sektionen 375–379 zusammen mit Nakwascha, Tschernyzja, Popiwzi, Palykorowy, Pankiwszi und anderen umliegenden Siedlungen. Dies ist auch für die Geschichte des Ortes selbst ein wichtiges Detail. Ende des XVIII. Jahrhunderts hielten die Kartografen Pidkamin nicht als zufälliges Dorf beim Kloster fest, sondern als ein entstandenes städtisches Zentrum in der vielgestaltigen Landschaft der Woroniaki.

Den Militärkarten wurden auch Geländeaufnahmen beigefügt, in denen die österreichischen Offiziere auf Straßen, Wasserhindernisse, Wälder, Höhen und wichtige Gebäude achteten. Für die Armee war das Kloster auf dem hohen Berg nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein markanter Orientierungspunkt, der bei der militärischen Kartografierung nicht ignoriert werden konnte.

1782: Pidkamin mit den Augen von Johann Heinrich Müntz

Fast gleichzeitig mit den österreichischen Militärkartografen sah und zeichnete auch Johann Heinrich Müntz Pidkamin — ein Schweizer Militäringenieur, Künstler und Reisender, der in der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts durch die ukrainischen Länder reiste. Um 1782 schuf er ein Werk mit dem Titel «Podkamień. Kościół i klasztor dominikanów – widok» — «Pidkamin. Kirche und Kloster der Dominikaner — Ansicht».

Auf der Zeichnung erhebt sich der Klosterkomplex auf dem Gipfel des Berges und ist deutlich als befestigte Anlage, die von Wehrmauern umgeben ist, zu erkennen. Auf den benachbarten Anhöhen stellte der Künstler zwei weitere kleinere Gebäude dar, während sich ringsum eine offene, wellige Landschaft erstreckt.

Für die heutige Geschichtsforschung ist diese Zeichnung außerordentlich wertvoll. Vor uns liegt keine Fantasie eines Restaurators des XXI. Jahrhunderts und keine computergestützte Rekonstruktion, sondern eine Darstellung, die von einem Menschen geschaffen wurde, der Pidkamin Ende des XVIII. Jahrhunderts mit eigenen Augen sah.

Der Vergleich von Müntz’ Zeichnung mit heutigen Fotografien zeigt deutlich, wie dominant das Kloster die umliegende Landschaft prägte. Es beherrschte buchstäblich die Silhouette der Gegend, während seine Wehrmauern den Komplex wie eine Bergzitadelle erscheinen ließen.

1844: Pidkamin auf dem österreichischen Katasterplan

Noch detaillierter lässt sich der Marktflecken auf einer vollfarbigen Katasterkarte aus dem Jahr 1844 betrachten. Anders als Militärkarten wurde sie zur Erfassung von Grundstücken und Immobilien erstellt, sodass hier buchstäblich jedes einzelne Grundstück von Bedeutung ist. Auf der Karte sind Bau- und Landparzellen, der Marktplatz, der Klosterkomplex, Gärten, Straßen sowie der christliche und der jüdische Friedhof verzeichnet. Zu sehen sind außerdem ein Gutshof mit Parkanlage und die Struktur der Wohnbebauung von Pidkamin.

Dadurch lässt sich der Ort ganz anders erkennen, als er heute aussieht. Pidkamin im XIX. Jahrhundert besaß ein ausgeprägtes Zentrum mit Marktplatz, dichterer Bebauung und mehreren eigenständigen religiösen und öffentlichen Räumen.

Auf der Katasterkarte ist sogar der Teufelsstein eingezeichnet

Das interessanteste Detail der Karte von 1844 betrifft gerade das Objekt, von dem der Name Pidkamin stammt. Die Kartografen trugen auf dem Plan ein eigenes, ungewöhnliches Symbol am Standort des riesigen Felsens ein. Für eine Katasterkarte, deren wichtigste Aufgabe darin bestand, Grundstücksgrenzen und Immobilien festzuhalten, ist das durchaus bezeichnend. Der Teufelsstein war ein so markantes Landschaftselement, dass die Vermesser es für nötig hielten, ihn gesondert darzustellen.

Das hilft auch, die Annahme zu widerlegen, die heutige touristische Bedeutung des Steins sei erst vor Kurzem entstanden. Mitte des XIX. Jahrhunderts war der Felsen bereits ein so auffälliger geografischer Orientierungspunkt, dass er in die offizielle Kartografie aufgenommen wurde.

Die originalen Papierunterlagen dieser Katastervermessung werden heute im Zentralen Staatlichen Historischen Archiv der Ukraine in Lwiw aufbewahrt; eine digitale Rekonstruktion der Karte kann im kartografischen Projekt Gesher Galicia eingesehen werden.

Was sich zwischen dem XVIII. und XIX. Jahrhundert veränderte

Legt man den Festungsplan von 1746, Münz’ Zeichnung aus der Zeit um 1782 und die Katasterkarte von 1844 nebeneinander, entsteht vor uns praktisch eine kleine bildliche Chronik von Pidkamin.

Auf Dalkes Plan steht der Verteidigungskomplex im Mittelpunkt. Auf Münz’ Zeichnung erscheint das Kloster bereits als dominierendes Element der gesamten umliegenden Landschaft. Der Kataster aus der Mitte des XIX. Jahrhunderts zeigt dagegen nicht mehr nur ein Heiligtum, sondern eine gewachsene Kleinstadt mit Markt, Straßen, Gärten, Friedhöfen und Wohnvierteln.

Gerade solche Quellen helfen, ein typisches Problem historischer Reiseartikel zu vermeiden: Der Autor schreibt, dass «hier einst eine prächtige Festung stand», doch dem Leser bleibt nur, sie sich anhand einiger Sätze vorzustellen. Im Fall von Pidkamin können wir die historischen Pläne und Darstellungen dieses Ortes tatsächlich ansehen.

Warum man alte Karten mit dem heutigen Pidkamin vergleichen sollte

Für Reisende kann diese Kartografie zu einem eigenen Teil der Reise werden. Vor der Fahrt lohnt es sich, die Katasterkarte von 1844 zu öffnen und dann vor Ort zu versuchen, die wichtigsten Orientierungspunkte wiederzuerkennen: den Klosterberg, die Lage des alten Marktes, die Verläufe der historischen Straßen und den Stein selbst. Besonders spannend ist der Vergleich des Panoramas vom Klosterberg mit Münz’ Zeichnung. Ein Teil der Bebauung ist verschwunden, Straßen und Vegetation haben sich verändert, doch die relative Lage der Hügel und der wichtigsten natürlichen Orientierungspunkte ist weiterhin erkennbar.

Deshalb ist Pidkamin nicht nur als Ort interessant, an dem man den Teufelsstein und das Kloster fotografieren kann. Hier lässt sich die heutige Landschaft geradezu über Karten und Zeichnungen aus der Zeit vor zweihundert Jahren legen, sodass man erkennt, welche Elemente den Wechsel von Staaten, Kriegen, Umbauten und mehreren Generationen von Bewohnern überstanden haben.

Die alten Karten zeigen jedoch vor allem die Form der Kleinstadt und ihrer Befestigungen. Die deutlich dramatischere Frage lautet: Was geschah in den folgenden Jahrhunderten mit Pidkamin, und warum wäre das Kloster, das tatarische Angriffe und zahlreiche Kriege überstand, im XX. Jahrhundert beinahe endgültig verloren gegangen?


Was man in Pidkamin an einem Tag sehen kann

Pidkamin lässt sich durchaus an einem Tag besichtigen, doch nur wegen eines Fotos am Teufelsstein hierherzufahren, wäre ein Fehler. Das Interessanteste ist gerade das Zusammenspiel mehrerer unterschiedlicher Ebenen: des riesigen Felsens, uralter archäologischer Spuren, des Klosters mit Festungscharakter, der Höhlen, des alten Friedhofs und der Panoramen der umliegenden Höhenzüge.

Die Entfernungen zwischen den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind gering, sodass man den größten Teil der Strecke zu Fuß zurücklegen kann. Das Auto stellt man am besten bei einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ab und erkundet Pidkamin anschließend ohne Eile. Natürlich ist der Teufelsstein der beste erste Ausgangspunkt der Route — das natürliche Wahrzeichen, das Pidkamin praktisch seinen Namen gab.

Aus der Nähe wirkt der Felsen ganz anders als auf Fotografien. Man sollte ihn nicht nur umrunden, sondern auch seine Oberfläche aufmerksam betrachten: Hier haben sich behauene Stellen, Rillen, Nischen und andere Spuren menschlicher Tätigkeit erhalten, von denen einige heute von Archäologen untersucht werden.

Gerade am Stein wird besonders deutlich, warum um diesen Ort so viele Legenden entstanden sind. Der einsame, gewaltige Felsen auf einer offenen Anhöhe wirkt in der umgebenden Landschaft tatsächlich ungewöhnlich. Gehen Sie nicht sofort weiter. Umrunden Sie den Stein von verschiedenen Seiten — seine Form verändert sich je nach Blickwinkel deutlich, und von manchen Stellen eröffnet sich ein schöner Blick auf den Klosterberg.

Der alte Friedhof beim Stein

Rund um den Felsen liegt das Gelände eines alten Friedhofs. Hier haben sich alte Steinkreuze und Gräber erhalten; archäologische Untersuchungen bestätigten das Vorhandensein von Bestattungen aus dem XVII. und XVIII. Jahrhundert. In touristischen Beschreibungen wird dieser Ort manchmal als «Kosakenfriedhof» bezeichnet, doch diese Bezeichnung vereinfacht die Geschichte der Stätte zu stark. Treffender ist die Bezeichnung alter christlicher Friedhof, dessen einzelne Nutzungsphasen noch erforscht werden.

Dies ist keine touristische Kulisse, sondern ein echter Bestattungsort. Entsprechend sollte man ihn auch besichtigen — ohne über Gräber zu laufen und ohne alte Steine zu versetzen.

Blicken Sie vom Stein aus auf das Kloster

Bevor Sie zum Kloster weitergehen, sollten Sie einen Punkt finden, von dem aus gleichzeitig der Teufelsstein und das Kloster mit Festungscharakter auf dem benachbarten Berg zu sehen sind. Diese Perspektive erklärt die historische Struktur von Pidkamin am besten: Zwei Anhöhen liegen einander gegenüber, die eine mit einem riesigen natürlichen Felsen, die andere mit einem großen befestigten Kloster.

Auch für Fotos ist dies eine der interessantesten Perspektiven in Pidkamin, besonders wenn die Sonne nicht direkt hinter dem Kloster steht.

Steigen Sie zum Kloster mit Festungscharakter hinauf

Die Route führt anschließend zum wichtigsten Baudenkmal von Pidkamin – dem ehemaligen Dominikanerkloster mit Festungscharakter, das heute Mönchen des Studitenritus der UGKK gehört. Beschränken Sie sich nicht nur auf die Kirche. Am interessantesten ist der gesamte Komplex:

  • die Hauptklosterkirche, die alten Zellen und Gebäudetrakte;
  • die Wehrmauern, Türme und Überreste der Befestigungen;
  • das Klostertor und die Säule mit der Marienfigur;
  • die Aussichtspunkte an den Mauern.

Wenn man sich vor der Fahrt den Plan von Christian Dalke aus dem Jahr 1746 ansieht, wird der Rundgang durch das Gelände deutlich spannender. Man kann das heutige Kloster mit dem früheren Befestigungssystem vergleichen und erkennen, welche Teile die folgenden Jahrhunderte überstanden haben.

Einer der häufigsten Fehler bei einem Besuch in Pidkamin besteht darin, die Kirche zu betreten, ein paar Fotos im Hof zu machen und weiterzufahren. Tatsächlich wird die Dimension der Festung gerade von außen am besten spürbar. Es lohnt sich, die zugänglichen Mauerabschnitte entlangzugehen und das Kloster von tiefer gelegenen Punkten aus zu betrachten. Von hier aus wird verständlich, warum der Komplex auf dem Plan von 1746 als forteresse bezeichnet wird. Der hohe Berg, die Steinmauern und die Türme bildeten lange bevor das Kloster zu einem bloßen historischen Denkmal wurde eine mächtige Verteidigungsposition.

Die Höhlen des Klosterbergs

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Höhlenräume, die mit dem Klosterberg verbunden sind. Mit ihnen verbindet die örtliche Klostertradition das frühe Mönchsleben in Pidkamin. Die Höhlen verleihen der Route eine weitere historische Ebene: Nach dem riesigen Naturfelsen und der barocken Festung steht der Besucher plötzlich an einem deutlich älteren und weitaus rätselhafteren Ort.

Der Zugang zu einzelnen Bereichen des Klostergeländes kann von Gottesdiensten, Restaurierungsarbeiten und den Regeln des Klosters abhängen. Daher sollte man vor dem Besuch der Höhlen direkt vor Ort klären, ob ein Zugang möglich ist.

Spazieren Sie durch den alten Teil von Pidkamin

Nach dem Kloster lohnt es sich, in den Ort selbst hinabzusteigen. Das heutige Pidkamin unterscheidet sich deutlich von der Kleinstadt, die auf dem österreichischen Katasterplan von 1844 zu sehen ist, doch die historische Stadtstruktur lässt sich teilweise noch heute nachvollziehen. Besonders interessant ist der Vergleich der heutigen Straßen mit den Verläufen der alten Wege und der ungefähren Lage des früheren Marktzentrums. Das hilft auch, Pidkamin nicht bloß als «Dorf mit einem Kloster» zu sehen, sondern als einen Ort, der früher einen deutlich wichtigeren städtischen und wirtschaftlichen Status besaß.

Die beste Reihenfolge für die Route

Für eine erste Begegnung mit Pidkamin würde ich folgende Reihenfolge empfehlen: Teufelsstein → alter Friedhof → Panoramablick auf das Kloster → Kloster mit Festungscharakter → Wehrmauern → Höhlen → Aussichtspunkte des Klosterbergs → alter Teil von Pidkamin.

Diese Route hat einen wichtigen Vorteil: Die Geschichte erschließt sich ungefähr in einer logischen Reihenfolge. Zuerst sehen Sie den Naturfelsen und die ältesten Spuren menschlicher Anwesenheit, anschließend die mittelalterliche und frühneuzeitliche sakrale Tradition, das Kloster mit Festungscharakter aus dem XVII. und XVIII. Jahrhundert und danach die historische Kleinstadt.


Sehenswertes in der Umgebung von Pidkamin

Pidkamin eignet sich nicht nur für einen eigenen Ausflug, sondern auch als Teil einer größeren Route durch die Region Lwiw und den Norden der Region Ternopil. In der relativ kleinen Umgebung befinden sich archäologische Burgwälle, Burgen, Klöster und alte Städte, deren Geschichte sich vielfach überschneidet. Dennoch sollte man nicht versuchen, alles an einem Tag zu sehen. Wenn man Pidkamin ohne Eile besichtigt, ist es besser, ein oder zwei nahegelegene Sehenswürdigkeiten hinzuzufügen und für den Rest eine eigene Reiseroute zusammenzustellen.

Das alte Plisnesk — eine slawische Siedlung in den Woronjaki-Bergen

Eine der interessantesten Fortsetzungen eines Ausflugs nach Pidkamin ist der archäologische Komplex von Plisnesk beim Dorf Pidhirzi. Es handelt sich nicht um eine einzelne Ruine, sondern um ein weitläufiges Gebiet, in dem Archäologen Stätten aus mehreren historischen Epochen erforschen. Zum Komplex gehören ein slawisches Kultzentrum vom Ende des VII. bis zum X. Jahrhundert, eine große Siedlung aus dem IX. bis X. Jahrhundert, eine altrussische Siedlung aus dem XII. bis XIII. Jahrhundert, ein Hügelgräberfeld aus dem XI. bis Anfang des XII. Jahrhunderts sowie ein altes Klosterzentrum.

Besonders interessant ist Plisnesk nach dem Besuch des Teufelssteins. An beiden Orten zeigt die Archäologie, wie dicht und vielfältig das Leben in diesem Grenzraum lange vor der Entstehung der meisten heutigen Städte und Dörfer war. Vor Ort sollte man keine klassische Burg mit hohen Mauern erwarten. Das wichtigste Objekt ist hier die historische Landschaft selbst: Wälle, Gräben, archäologische Grabungsstätten und das riesige Gebiet der alten Siedlung inmitten der Wälder der Woronjaki-Berge.

Die Burg von Pidhirzi — Palast und Festung in einem Komplex

In der Nähe von Plisnesk befindet sich die Burg von Pidhirzi, eines der bekanntesten historischen Denkmäler der Region Lwiw. Das Ensemble wurde in den Jahren 1635–1640 für den großen Kronhetman Stanisław Koniecpolski errichtet. Seine Besonderheit ist die Verbindung einer prächtigen Magnatenresidenz mit bastionären Befestigungen. Zum historischen Ensemble gehören außerdem ein Park, die Josephskirche und ein Gasthof.

Die Burg von Pidhirzi ergänzt Pidkamin gerade durch ihren Kontrast besonders gut. An dem einen Ort schützten Wehrmauern ein Kloster, am anderen eine aristokratische Residenz. Beide Anlagen entstanden ungefähr in derselben unruhigen Epoche, hatten jedoch völlig unterschiedliche Bestimmungen.

Wenn man die Route mit dem Auto plant, besichtigt man Plisnesk und die Burg von Pidhirzi am besten gemeinsam, da sie praktisch in derselben Gegend liegen.

Brody — eine Bastionsstadt und die Überreste einer mächtigen Zitadelle

Etwa zwei Dutzend Kilometer von Pidkamin entfernt liegt Brody – eine Stadt, deren Geschichte eng mit Handel, ihrer Lage an der Grenze und Befestigungsanlagen verbunden ist. Das wichtigste Bauwerk hier ist das Schloss Brody, das zwischen 1630 und 1635 errichtet wurde. Von der einst mächtigen Bastionszitadelle sind Erdwälle, Bastionen mit Kasematten und der Palast erhalten.

Besonders interessant ist, dass das Schloss nur ein Teil eines wesentlich größeren Verteidigungssystems war. Seine Befestigungen waren mit den Stadtwällen verbunden und bildeten einen einheitlichen Festungskomplex. Nach dem Kloster-Fort in Pidkamin ermöglicht Brody daher den Blick auf eine andere Dimension der Wehrarchitektur: nicht auf ein befestigtes Heiligtum, sondern auf eine geplante Bastionsstadt mit einer eigenständigen Zitadelle.

Neben dem Schloss lohnt es sich in Brody, auf die alte Stadtbebauung, historische Kirchen und die Spuren der multikulturellen Vergangenheit der Stadt zu achten.

Po­tschajiw — der Klosterberg am Horizont von Pidkamin

In einer anderen Richtung von Pidkamin liegt Po­tschajiw. Die Straßenentfernung zwischen den Orten beträgt ungefähr 50 km, sodass sich beide Ziele gut zu einer abwechslungsreichen Reise verbinden lassen. Über der Stadt erhebt sich die Po­tschajiwer Mariä-Entschlafens-Lawra — einer der größten Klosterkomplexe der Ukraine. Ihr architektonischer Mittelpunkt ist die Mariä-Entschlafens-Kathedrale aus dem XVIII. Jahrhundert, und der gesamte Komplex ist aus großer Entfernung gut sichtbar.

Für unsere Geschichte ist etwas anderes besonders interessant: Pidkamin und Po­tschajiw existierten jahrhundertelang in einem gemeinsamen Kulturraum und waren beide bedeutende Wallfahrtszentren. Ihre Klosterberge konnte man sogar von weit entfernten Aussichtspunkten sehen. Deshalb ist die Route Pidkamin — Po­tschajiw nicht nur geografisch sinnvoll. Sie ermöglicht den Vergleich zweier großer Sakralkomplexe, die sich unweit voneinander entwickelten, jedoch unterschiedlichen religiösen Traditionen angehörten und eine unterschiedliche Geschichte erlebten.

Kremenez — Burgberg und Altstadt

Wenn nach Po­tschajiw noch Zeit für eine Fortsetzung der Route bleibt, ist Kremenez der nächste wichtige Höhepunkt. Von Pidkamin aus ist es bereits eine längere Fahrt, daher plant man Kremenez am besten als Teil einer eigenen Route zusammen mit Po­tschajiw ein. Das wichtigste Natur- und Geschichtssymbol der Stadt ist der Burgberg, auch Berg Bona genannt, auf dessen Gipfel sich die Ruinen der Burg Kremenez erhalten haben. Von hier eröffnet sich ein weites Panorama der Stadt und der umliegenden Kremenez-Berge.

Doch Kremenez beschränkt sich keineswegs auf die Burg. Das historische Zentrum bewahrt zahlreiche sakrale und zivile Baudenkmäler, weshalb man für eine erste gründliche Erkundung der Stadt einige Stunden einplanen sollte. Im Kontext von Pidkamin ist Kremenez auch geografisch interessant: Beide Orte liegen innerhalb desselben großen Höhenzugs, in dem das natürliche Relief über Jahrhunderte die Standorte von Befestigungen, Klöstern und Siedlungen bestimmte.

Welche Route sollte man wählen?

Wenn Sie nur einen Tag zur Verfügung haben, sollten Sie das Programm nicht überladen. Optimal ist: Pidkamin → Plisnesk → Schloss Pidhirzi. Diese Route vermittelt ein äußerst vielfältiges Bild: den Teufelsstein und das Kloster-Fort, eine große slawische und altrussische Wallburg und am Ende eine der bekanntesten Schloss- und Palastresidenzen der Region Lwiw.

Eine andere Möglichkeit ist: Pidkamin → Po­tschajiw → Kremenez. Sie eignet sich besser für diejenigen, die sich stärker für Klöster, Aussichtspunkte, sakrale Architektur und historische Städte interessieren. Die Stadt Brody lässt sich bequem auf dem Weg nach Pidkamin oder bei der Rückfahrt einplanen, besonders wenn die Route von Lwiw aus verläuft.

Auf einem vergleichsweise kleinen Gebiet lässt sich hier fast zweitausend Jahre Geschichte verfolgen: von frühen archäologischen Fundstätten und slawischen Wallburgen über fürstliche Siedlungen, Klöster und Bastionsburgen bis zu Städten des XVIII-XIX. Jahrhunderts. Und gerade Pidkamin eignet sich gut als zentraler Ausgangspunkt einer solchen Reise. Es geht vor dem Hintergrund der deutlich bekannteren Orte Pidhirzi, Po­tschajiw oder Kremenez nicht unter, sondern hilft im Gegenteil, Naturgeschichte, Archäologie, Befestigungsanlagen und das sakrale Erbe dieser Grenzregion zu einer Route zu verbinden.


Häufige Fragen zu Pidkamin und dem Teufelsstein

Wo befindet sich der Teufelsstein?

Der Teufelsstein befindet sich in Pidkamin in der Region Lwiw, unweit von Brody. Der gewaltige Felsen liegt auf einer eigenen Anhöhe gegenüber dem Klosterberg und ist die wichtigste Natursehenswürdigkeit von Pidkamin.

Warum trägt Pidkamin diesen Namen?

Der Name der Siedlung wird traditionell mit dem gewaltigen Felsen in Verbindung gebracht, an dessen Fuß sie entstand. Tatsächlich ist Pidkamin eine Siedlung «unter dem Stein», und der Felsen selbst war über Jahrhunderte einer der wichtigsten Orientierungspunkte der Gegend.

War der Teufelsstein tatsächlich ein heidnisches Heiligtum?

Endgültig bewiesen ist das nicht. Archäologen haben am Felsen Nischen, Rillen, Einschnitte und weitere Spuren menschlicher Tätigkeit dokumentiert; eine spätere klösterliche Überlieferung erwähnt zudem ein «heidnisches Heiligtum auf den Felsen».

Forscher ziehen eine sakrale oder mit Bestattungsritualen verbundene Nutzung dieses Ortes in Betracht. Die genaue Funktion des antiken Komplexes bleibt jedoch Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen.

Welche Einschnitte und Nischen kann man am Teufelsstein sehen?

An der Oberfläche des Steins haben sich eingemeißelte Nischen, Rillen, Bearbeitungsspuren und Spuren von Konstruktionen erhalten. Moderne archäologische Untersuchungen und die 3D-Dokumentation bestätigen, dass der Felsen in verschiedenen historischen Epochen von Menschen genutzt wurde.

Vermutlich standen einige der Einschnitte im Zusammenhang mit Holzkonstruktionen, doch ihr genaues Aussehen und ihre Funktion sind bislang nicht geklärt.

Kann man auf den Teufelsstein hinaufsteigen?

Der Teufelsstein ist kein ausgestatteter touristischer Aussichtspunkt. Der Felsen weist steile Abschnitte und eine unebene Oberfläche auf und kann nach Regen sehr rutschig sein.

Für die Besichtigung der Sehenswürdigkeit muss man nicht hinaufsteigen: Der Stein lässt sich von verschiedenen Seiten gut betrachten, und viele interessante archäologische Details sind auch von unten sichtbar.

Was ist das für ein alter Friedhof am Teufelsstein?

Rund um den Stein befindet sich ein alter christlicher Friedhof. Archäologische Untersuchungen haben hier Bestattungen aus dem XVII-XVIII. Jahrhundert bestätigt.

In touristischen Materialien wird er mitunter als «Kosakenfriedhof» bezeichnet. Es gibt jedoch keine archäologischen Grundlagen dafür, sämtliche Bestattungen ausschließlich mit Kosaken in Verbindung zu bringen.

Warum wird das Kloster in Pidkamin als Festung bezeichnet?

Das Kloster war von mächtigen Wehrmauern, Türmen und weiteren Befestigungsanlagen umgeben. Seine hohe Lage auf dem Klosterberg bot zudem einen erheblichen Verteidigungsvorteil.

Bezeichnenderweise wird der Komplex auf dem Ingenieurplan von Christian Dahlke aus dem Jahr 1746 ausdrücklich mit dem französischen Wort forteresse – «Festung» – bezeichnet.

Kann man das Kloster Pidkamin heute besichtigen?

Ja. Heute ist der historische Komplex ein aktives Kloster des Studitenritus der UGKK und zugleich ein bedeutendes Baudenkmal.

Bei einem Besuch sollte man Gottesdienste, Restaurierungsarbeiten und die Regeln des Klosters berücksichtigen. Der Zugang zu einzelnen Räumen oder Bereichen des Komplexes kann eingeschränkt sein.

Gibt es in Pidkamin Höhlen?

Ja, mit dem Klosterberg sind Höhlenräume verbunden, die die örtliche religiöse Tradition mit dem frühen Mönchtum in Verbindung bringt.

Ihre älteste Geschichte ist noch nicht endgültig geklärt. Daher müssen die sagenhaften Überlieferungen über ein Höhlenkloster aus der Fürstenzeit von der dokumentarisch belegten Geschichte des Klosters Pidkamin unterschieden werden.

Sind alte Karten und Darstellungen von Pidkamin erhalten?

Ja. Pidkamin verfügt über eine außerordentlich interessante visuelle Geschichte. Erhalten sind der Befestigungsplan von Christian Dahlke aus dem Jahr 1746, die Karte von Friedrich von Mieg aus den Jahren 1779–1783, eine Zeichnung von Johann Heinrich Müntz vom Ende des XVIII. Jahrhunderts sowie der österreichische Katasterplan von 1844.

Dank dieser Quellen kann man das heutige Pidkamin mit dem Städtchen und der Klosterfestung vergleichen, wie sie vor mehr als zwei Jahrhunderten aussahen.


Der Teufelsstein und Pidkamin: Geschichte, die sichtbar wird

Pidkamin oder der Teufelsstein gehört zu jenen Orten in der Region Lwiw, deren Bedeutung sich anhand eines einzigen Fotos nur schwer erfassen lässt. Auf den ersten Blick sieht man einen gewaltigen Felsen und ein altes Kloster auf dem benachbarten Berg. Doch wenn man hier einige Stunden verbringt, eröffnet sich hinter diesen beiden Wahrzeichen eine weitaus komplexere Geschichte.

Dieser Stein bewahrt Spuren menschlicher Nutzung aus verschiedenen historischen Epochen; archäologische Funde führen in die ferne Vergangenheit, rund um den Felsen liegt ein alter Friedhof, und die Frage nach einer möglichen sakralen Bedeutung dieses Ortes ist weiterhin Gegenstand der Forschung. Genau das macht Pidkamin besonders: Hier kann man Geschichte nicht nur lesen, sondern buchstäblich in der Landschaft sehen. Der Felsen, die alten Kreuze, der Klosterberg, die Überreste der Befestigungen und die Verläufe alter Wege befinden sich noch nahezu an denselben Stellen, an denen Kartografen und Künstler sie vor mehreren Jahrhunderten festhielten.

Gleichzeitig wurde Pidkamin nicht in einen künstlichen Touristenpark verwandelt. Es gibt hier keine eigens für Besucher geschaffenen Kulissen, und viele Objekte benötigen weiterhin Forschung, Restaurierung und einen behutsamen Umgang. Deshalb lohnt sich die Reise hierher nicht nur für ein schönes Foto am Teufelsstein. Pidkamin wird vor allem diejenigen begeistern, die alte Karten, Archäologie, Befestigungsanlagen, wenig bekannte historische Orte und Reisen lieben, bei denen man eine Sehenswürdigkeit nicht nur sehen, sondern verstehen möchte.

Der Teufelsstein, das Kloster-Fort, die Höhlen, die alten Gräber und die Panoramen der Woronjaken rechtfertigen durchaus eine eigene Reise nach Pidkamin. Wenn man die Route um Plisnesk, Schloss Pidhirzi, Brody oder Po­tschajiw erweitert, lässt sich eine der interessantesten kulturhistorischen Reisen durch diesen Teil der Westukraine zusammenstellen.


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