Nationalpark «Kremenetzer Berge»

Nationalpark «Kremenetzer Berge»

Kremenezki Hory: ein Nationalpark, in dem Natur auf Geschichte trifft

Kremenez beginnt nicht am Marktplatz und nicht einmal bei den alten Steinhäusern. Er beginnt mit den Silhouetten der Hügel, die sich über Häuser, Straßen und alte Kirchen erheben. Auf der einen Seite ragt der Bona-Berg mit den Ruinen der Burg Kremenez über die Stadt, auf der anderen liegen die bewaldeten Gipfel Tscher­tscha, Diwotschi Skeli, Strachowa und weitere Erhebungen des Kremenetzer Höhenzugs. Hier existiert die Natur nicht getrennt von der Geschichte: Jeder Weg kann zu einem Aussichtspunkt, einem Felsvorsprung, den Überresten einer alten Befestigung oder einem Ort führen, mit dem eine lokale Legende verbunden ist.

Die Kremenetzer Berge sind auch deshalb interessant, weil ihre Landschaft buchstäblich Spuren verschiedener Epochen bewahrt. Der Bona-Berg ist nicht nur ein Aussichtspunkt mit Burgruinen, sondern auch ein Ort, der in alten Beschreibungen der Burg Kremenez aus dem XVI. Jahrhundert erwähnt wird. Hier wurde das natürliche Relief zunächst Teil der Stadtverteidigung und später Teil ihrer Legenden. Selbst der Name des Berges ist mit Königin Bona Sforza verbunden, wobei Historiker vorsichtig anmerken: Es gibt keine dokumentarischen Belege dafür, dass sie tatsächlich in der Burg Kremenez lebte.

Der Nationalpark «Kremenetzer Berge» wurde zum Schutz wertvoller Natur- sowie historisch-kultureller Komplexe der Region Kremenez geschaffen. Sein Gebiet umfasst knapp sieben Tausend Hektar innerhalb der Oblast Ternopil. Es handelt sich nicht um einen durchgehenden Gebirgszug, sondern um ein System einzelner Erhebungen, Hänge, Plateaus, Schluchten und Inselberge, die durch lang andauernde natürliche Prozesse entstanden sind. Gerade deshalb besitzt das Schutzgebiet einen besonderen Charakter: Es beeindruckt nicht durch seine Höhe, sondern durch sein Relief, starke Höhenunterschiede, Felsaufschlüsse und das Gefühl eines verborgenen Raums.

Für Reisende erschließt sich der Park Kremenetzer Berge nach und nach. Zunächst durch das Panorama von Kremenez. Dann durch Waldwege, Kalksteinfelsen, tiefe Schluchten und Pfade, die zum Gottesberg, zu Felsen oder zu weniger bekannten Naturwinkeln führen. Hier lassen sich Erholung in der Natur, eine Wanderung, die Begegnung mit der Geschichte der Stadt, die Beobachtung von Pflanzen und Tieren sowie eine gemächliche Reise durch die malerische Umgebung miteinander verbinden.

Die Kremenetzer Berge sind nicht einfach nur ein schöner Park für Spaziergänge. Hier überlagern sich Natur, Geschichte und Legende. Man kann auf einem Waldweg gehen, Felsen und Hügel vor sich sehen und zugleich verstehen: Genau dieses Relief bestimmte einst die Verteidigung der Stadt, prägte ihre Silhouette und hinterließ Spuren in alten Dokumenten, Karten und Überlieferungen. Deshalb sollte man die Region Kremenez nicht hastig, sondern aufmerksam bereisen – und ihr erlauben, nach und nach ihre Geschichte zu erzählen.


Geschichte des Nationalparks «Kremenetzer Berge»: von Felsreservaten zum Nationalpark

Die offizielle Geschichte des Nationalparks in Kremenez begann am 11. Dezember 2009, als durch den Erlass des Präsidenten der Ukraine Nr. 1036/2009 „Über die Schaffung des Nationalparks ‚Kremenetzer Berge‘“ eine neue Naturschutzeinrichtung gegründet wurde. Die wertvollsten Winkel des Kremenetzer Höhenzugs waren jedoch schon lange vor dem heutigen Nationalpark geschützt worden. Seine Gründung war das Ergebnis einer jahrzehntelangen Arbeit von Wissenschaftlern, Naturschützern und Gemeinden, die rund um Kremenez nach und nach ein Netz geschützter Gebiete aufbauten.

Zunächst wurden einzelne Felsen, Gipfel, Buchenbestände und geologische Formationen unter Schutz gestellt. Später wurde klar, dass der Schutz kleiner, voneinander getrennter Flächen nicht ausreichte. Die natürliche Schönheit der Region Kremenez benötigte ein zusammenhängendes Schutzgebiet, das gleichzeitig Wälder, seltene Pflanzen, Lebensräume von Tieren, steinige Hänge und historische Denkmäler schützen konnte.

Die ersten Schutzgebiete der Kremenetzer Berge in den 1930er-Jahren

Die ersten bekannten Schutzobjekte auf dem Gebiet des heutigen Parks entstanden bereits in den 1930er-Jahren. Dazu gehörten das Felsreservat Kremenez im Bereich der heutigen Knjascha-Straße und das Felsreservat des Burgbergs. Schon damals wurden der natürliche und der historische Wert dieser Orte als untrennbare Einheit betrachtet.

Besonders aufschlussreich war der Schutz des Burgbergs. Der Bona-Berg war nicht nur als Anhöhe mit seltenen Pflanzengesellschaften und Kalksteinaufschlüssen bedeutsam, sondern auch als Ort, an dem sich die Ruinen der Burg Kremenez erhalten haben. Damit verbanden die ersten Naturschutzentscheidungen in der Region Kremenez faktisch den Schutz der Landschaft mit der Bewahrung des historischen Gedächtnisses.

1957 wurde im Rahmen der allgemeinen Planung eines Schutzgebietsnetzes vorgeschlagen, in der Oblast Ternopil ein eigenes Naturschutzgebiet Kremenetzer Berge zu schaffen. Dieser Plan ließ sich zunächst nicht verwirklichen, doch die Idee eines umfassenden Schutzes des Kremenetzer Höhenzugs war nun wissenschaftlich begründet.

Wie die Kremenetzer Berge zu einem Naturschutzkomplex wurden

Die nächste wichtige Etappe begann in den 1970er-Jahren. 1971 wurde das 1000 Hektar große geologische Naturdenkmal von überregionaler Bedeutung «Kremenetzer Berge» geschaffen. Gleichzeitig erhielten der Stischok-Berg und der Danilowa-Berg den Schutzstatus von lokaler Bedeutung. Dies wurde durch den Beschluss des Regionalrats von Ternopil vom 13. Dezember 1971 Nr. 645 festgeschrieben.

1977 wurde das Netz geschützter Gebiete erweitert. Hinzu kamen: die Felsen von Slowazke, das botanische Naturdenkmal Kremenetzer Buchenwald Nr. 1 und Lärchen-Buchen-Bestände. Diese Entscheidungen trugen dazu bei, nicht nur markante Geländeformen, sondern auch wertvolle Waldflächen zu bewahren, die für den Naturkomplex der Region Kremenez typisch sind.

Im Laufe der 1980er-Jahre wurden weitere wichtige Gebiete unter staatlichen Schutz gestellt:

  • das botanische Schutzgebiet Wesselowski, geschaffen zur Erhaltung wertvoller Pflanzengesellschaften (Beschluss des Ministerrats der Ukrainischen SSR Nr. 617 vom 16.12.1982);
  • der Unias-Berg und Flächen des Belykrynyzja-Buchenwaldes (Beschluss des Komitees des Regionalrats von Ternopil Nr. 320 vom 19.11.1984);
  • die allgemein-zoologischen Schutzgebiete Belykrynyzja und Wolyn (bestätigt durch das Komitee des Regionalrats von Ternopil Nr. 198 vom 30.06.1986);
  • das botanische Schutzgebiet Dowzjozk von überregionaler Bedeutung (Beschluss des Ministerrats der Ukrainischen SSR Nr. 2 vom 07.01.1987).

Dank dieser Entscheidungen entstand rund um Kremenez und Schumsk ein System einzelner Schutzobjekte. Sie schützten die besonders gefährdeten Gebiete, bildeten jedoch noch kein einheitliches Territorium mit abgestimmtem Naturschutz-, Forschungs- und Tourismusmanagement.

Die Außenstelle des Naturschutzgebiets «Medobory» — Grundlage des künftigen Nationalparks «Kremenetzer Berge»

Der Wendepunkt kam 1990, als durch den Beschluss des Ministerrats der Ukraine vom 8. Februar 1990 Nr. 25 auf Grundlage des geologischen Naturdenkmals eine Außenstelle des Naturschutzgebiets «Medobory» unter dem Namen «Kremenetzer Berge» geschaffen wurde. Ihre Fläche betrug 1000 Hektar. In das Schutzsystem wurden die wertvollsten Bereiche des Kremenetzer Höhenzugs aufgenommen, darunter Masljatyn, Strachowa, der Gottesberg, die Diwotschi-Felsen, Bona, Tscher­tscha und Hostra.

Der Status als Außenstelle des Naturschutzgebiets ermöglichte einen verstärkten Schutz der Naturkomplexe, die Einschränkung umweltgefährdender Tätigkeiten und den Beginn systematischer wissenschaftlicher Beobachtungen. Dieser Schritt gilt als eine der wichtigsten Etappen auf dem Weg zur Schaffung eines eigenständigen Nationalparks.

Die Gründung des Nationalparks «Kremenetzer Berge» im Jahr 2009

1994 wurden im Gebiet der Kremenetzer Berge 15 Tausend Hektar wertvoller Naturflächen für eine künftige Unterschutzstellung reserviert. Diese Entscheidung sollte die Standorte seltener Pflanzen, die Lebensräume von Tieren und Landschaften schützen, die durch Bebauung, Umbruch oder eine andere wirtschaftliche Nutzung hätten geschädigt werden können.

Die abschließende Etappe begann am 11. Dezember 2009, als durch den Erlass des Präsidenten der Ukraine Nr. 1036/2009 der Nationalpark «Kremenetzer Berge» gegründet wurde. Als Ziel seiner Gründung wurde der Schutz wertvoller Natur- sowie historisch-kultureller Komplexe im Norden der Oblast Ternopil festgelegt.

Es wurde vereinbart, 6951,2 Hektar staatlicher Grundstücke in den neu geschaffenen Park aufzunehmen. Davon wurden 3968,6 Hektar dem Nationalpark «Kremenetzer Berge» zur dauerhaften Nutzung übertragen, während weitere 2982,6 Hektar Waldflächen ohne Entzug vom damaligen Landnutzer in sein Gebiet eingegliedert wurden.

Dieser Ansatz ermöglichte es, die geschützten Wälder der Region Kremenez, einzelne Inselberge, geologische Naturdenkmäler, botanische Schutzgebiete und Orte mit bedeutendem historischem Erbe in einem einzigen Naturschutzkomplex zu vereinen. Der Nationalpark Kremenez wurde damit nicht nur zu einem staatlich geschützten Gebiet, sondern auch zu einem Zentrum für den Erhalt der biologischen Vielfalt, wissenschaftliche Forschung, Umweltbildung und organisierten Tourismus.

Aufbau der Parkverwaltung und des modernen Schutzsystems

Im Dezember 2011 wurde die Parkordnung verabschiedet, und Anfang 2012 begann der Aufbau seiner besonderen Verwaltung. Später wurden innerhalb des Nationalparks naturkundliche Forschungs- und Schutzabteilungen eingerichtet. Sie sind für den Schutz der Wälder, die Beobachtung des Zustands der Natur, die Erforschung seltener Arten, die Einrichtung von Touristenrouten und die Umweltbildung zuständig.

Damit endete der lange Übergang vom Schutz einzelner Felsen und Waldflächen zu einer umfassenden Verwaltung eines großen Naturgebiets. Heute verbindet der Nationalpark Kremenetzer Berge Naturschutz-, Forschungs-, Erholungs- und Kulturfunktionen und bleibt eines der wichtigsten Naturschutzobjekte der Oblast Ternopil.


Naturräumliche Besonderheiten der Kremenetzer Berge: Relief, Felsen und geschützte Wälder

Die Kremenetzer Berge ähneln keinem gewöhnlichen Gebirgsmassiv mit einem durchgehenden Kamm und einer langen Gipfellinie. Sie bilden ein komplexes System einzelner Hügel, plateauartiger Erhebungen, steiler Stufen, tiefer Schluchten und Inselberge, die durch Täler, Wälder und Siedlungen voneinander getrennt sind. Gerade diese Struktur verleiht der Landschaft ihre besondere Ausdruckskraft: Jeder Gipfel hat seine eigene Silhouette, seine natürliche Umgebung und seine Geschichte.

Das Bergland der Region Kremenez liegt im nördlichen Teil der Podolischen Platte zwischen den Tälern der Flüsse Ikwa und Wilija. Im Norden fallen seine Hänge steil zu den Ebenen des Kleinen Polesiens ab, weshalb selbst die ihrer absoluten Höhe nach niedrigen Berge deutlich massiver erscheinen. Der relative Höhenunterschied der Hänge erreicht 150–200 Meter, und der höchste Punkt westlich von Kremenez erhebt sich auf 421 Meter über dem Meeresspiegel.

Für Touristen macht sich dieser Höhenunterschied bei jedem Aufstieg bemerkbar. Wege können zwischen städtischer Bebauung, Feldern oder einem stillen Laubwald beginnen und schon wenige Minuten später auf einen offenen Hang mit Panoramablick auf Kremenez, die umliegenden Dörfer und die wellige Ebene führen. Durch diesen Kontrast wirkt der Park «Kremenetzer Berge» wesentlich abwechslungsreicher, als man es von einer niedrigeren Bergregion erwarten würde.

Wie der Kremenetzer Höhenzug entstand

Das heutige Relief der Region Kremenez bildete sich über Millionen von Jahren. Im geologischen Untergrund der Berge liegen mächtige Schichten oberkreidezeitlicher Gesteine, unter denen besonders die weiße Schreibkreide auffällt. Darin finden sich Schichten und einzelne Knollen dunklen Feuersteins — eines harten Gesteins, das die Menschen der Frühzeit zur Herstellung von Werkzeugen verwendeten.

Die oberen Bereiche der Kremenetzer Berge bestehen aus widerstandsfähigeren Kalk- und Sandsteinschichten. Sie schützten die Gipfel gewissermaßen vor einer schnellen Abtragung, während weichere Gesteine an den Hängen unter dem Einfluss von Wasser, Frost, Wind und Temperaturschwankungen allmählich zerfielen. So entstanden einzelne Inselberge, Felsvorsprünge, Steilhänge, Schluchten und Täler, die heute das charakteristische Erscheinungsbild der Landschaft bestimmen.

Gerade die Erosionsgeschichte erklärt, warum das Naturgebiet keinen zusammenhängenden Höhenzug bildet. Eine einst geschlossenere Oberfläche wurde allmählich durch natürliche Prozesse gegliedert, während die widerstandsfähigsten Bereiche als voneinander getrennte Anhöhen erhalten blieben. Deshalb werden der Berg Bona, Tschercha, Strachowa, Boscha Hora und Stischok als eigenständige Naturdenkmäler wahrgenommen, obwohl sie zum einheitlichen Kremenez-Hügelland gehören.

Kalksteinfelsen, Kreide und Feuerstein

An den offenen Stellen des Parks sind natürliche Aufschlüsse zu sehen, in denen sich die geologische Vergangenheit der Region ablesen lässt. Helle Kalksteinwände, Sandsteinaustritte und Kreidegestein sind an den Jungfrauenfelsen, an einzelnen Hängen des Berges Bona und in der Nähe ehemaliger Steinbrüche besonders gut sichtbar.

Diese Formationen sind nicht nur malerische Orte zum Fotografieren. Sie schaffen besondere Bedingungen für Pflanzen, die an trockene, gut beleuchtete und nährstoffarme steinige Hänge angepasst sind. Deshalb können auf kleinem Raum Wald-, Wiesen-, Steppen- und Felssteppen-Pflanzengesellschaften nebeneinander vorkommen.

Reliefberge und die bekanntesten Gipfel des Parks Kremenez-Berge

Der Nationalpark umfasst nicht nur einen Gipfel, sondern ein ganzes System natürlicher Gebiete rund um Kremenez und auf dem Gebiet des ehemaligen Rajons Schumsk. Dazu gehören beliebte Ausflugsziele, historische Orte und abgelegene Waldgebiete, deren größter Wert in der nahezu unberührten natürlichen Umgebung liegt.

  • Schlossberg oder Bona — der bekannteste Gipfel von Kremenez, auf dem die Ruinen der Burg von Kremenez erhalten sind und sich ein Panorama der Stadt eröffnet;
  • Jungfrauenfelsen — eine bewaldete Anhöhe mit Felsaufschlüssen, Aussichtspunkten und Bereichen seltener Felssteppenvegetation;
  • Berg Tschercha — ein bewaldeter Gipfel in der Nähe von Kremenez, bekannt für seine natürlichen Hänge, Buchenbestände und Wanderwege;
  • Berg Strachowa — Teil eines geschützten Naturkomplexes mit Waldgesellschaften und wertvollen Pflanzenbeständen;
  • Berg Boscha Hora — ein natürlicher und spiritueller Ort, mit dem eine Quelle, eine Kapelle und örtliche Überlieferungen verbunden sind;
  • Berg Stischok — ein markanter Reliefformberg, an dem sich Naturlandschaften und Spuren einer alten Siedlung verbinden;
  • Berg Unias — eine bewaldete Anhöhe mit archäologischen Denkmälern und Überresten einer mittelalterlichen Burgsiedlung.

Diese Gipfel liegen in einiger Entfernung voneinander, daher ist es unmöglich, den gesamten Nationalen Naturpark Kremenez-Berge bei einem kurzen Spaziergang zu sehen. Für eine erste Erkundung wählen Touristen meist den Berg Bona, die Jungfrauenfelsen und Tschercha; die weiter entfernten Orte heben sie sich für eine eigene Auto- oder Fahrradtour auf.

Die Wälder der Kremenez-Berge — Grundlage des Naturkomplexes

Waldflächen bedecken mehr als 96 % des Parkgebiets, daher prägen die Wälder sein wichtigstes Naturbild. An den Hängen verbreitet sind Eichen-Hainbuchen-, Kiefern-Eichen- und Mischbestände; in einzelnen Bereichen haben sich wertvolle Buchenwälder erhalten. Besonders bekannt sind die Buchenbestände auf den Bergen Masljatyn und Tschercha.

Das Relief beeinflusst unmittelbar den Charakter der Vegetation. An den schattigen Nordhängen bleibt die Feuchtigkeit länger erhalten, weshalb dort dichtere und kühlere Waldgebiete vorherrschen. Die offenen Südhänge erwärmen sich stärker durch die Sonne und schaffen Bedingungen für Wiesensteppen- und Felssteppenpflanzen. In Schluchten, an Quellen und in tiefer gelegenen Bereichen entsteht dagegen eine ganz andere, feuchtigkeitsliebende Pflanzenwelt.

Dank dieser mosaikartigen Struktur vereint die Flora der Kremenez-Berge Arten, die für Polesien, Podolien, Laubwälder und Steppengebiete typisch sind. Hier wachsen Relikt- und endemische Arten sowie Rote-Liste-Pflanzen; während der warmen Jahreszeit kann man außerdem die Blüte verschiedener wild wachsender Orchideen beobachten.

Warum die Vegetation der Kremenez-Berge einzigartig ist

Eine der wertvollsten Besonderheiten des Parks ist die Verbindung von Wald- und offenen felsigen Lebensräumen. Auf Felsen und anderen gut beleuchteten Hängen haben sich Pflanzen erhalten, die trockene Kalkböden und möglichst wenig Schatten benötigen. In den Wäldern wachsen dagegen Arten, die an Kühle, Feuchtigkeit und eine mächtige Schicht aus Laubstreu angepasst sind.

Im Park werden die einzigartige Klokow-Birke, seltene Steppenpflanzen und zahlreiche Orchideenarten geschützt. Einige Pflanzen haben ein sehr begrenztes Verbreitungsgebiet, daher können bereits das Zertrampeln einer kleinen Fläche oder das Pflücken von Blumen einer ganzen lokalen Population spürbaren Schaden zufügen.

Was die Wissenschaft sagt

Moderne geomorphologische Untersuchungen zeigen, dass das Naturschutzgebiet Kremenez wesentlich komplexer ist, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. In einzelnen Bereichen stellen Forschende außerdem Karstprozesse fest — die natürliche Auflösung von Kalkgestein durch Grundwasser. Sie veränderten allmählich das Aussehen einzelner Hänge und begünstigten die Entstehung charakteristischer Geländeformen, die ein aufmerksamer Tourist noch heute mit bloßem Auge erkennen kann.

In der von Andrij Bermes am Lehrstuhl für Geomorphologie und Paläogeografie der Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw unter der wissenschaftlichen Betreuung von Professor Andrij Bohuzkyj verfassten Masterarbeit «Die Kremenez-Berge als eigenständiges Geomorphosystem» wird festgestellt, dass systematische Untersuchungen der Kremenez-Berge bislang kaum durchgeführt wurden. Zugleich betont der Autor, dass das heutige Verständnis des geologisch-geomorphologischen Aufbaus der Region auf den langjährigen Arbeiten von Forschern wie A. Jan, W. Laskarew, C. Pasternak, J. Swynko und A. Bohuzkyj beruht. Gerade deshalb sind die Kremenez-Berge nicht nur wegen ihrer Höhe oder Panoramen interessant. Ihr eigentlicher Wert liegt im komplexen Relief, in dem jeder Reliefformberg, jede Schlucht, jeder Felsen und jeder Kreideaufschluss Teil der langen geologischen Geschichte dieser Region ist.

Quelle der Untersuchung: Andrij Bermes. Die Kremenez-Berge als eigenständiges Geomorphosystem. Masterarbeit. Nationale Iwan-Franko-Universität Lwiw, 2023.

Der Naturkomplex von Kremenez aus der Sicht eines Reisenden

Die natürlichen Besonderheiten des Parks lassen sich am besten nicht von einem einzigen Aussichtspunkt, sondern beim Wechsel zwischen verschiedenen Landschaften wahrnehmen. Auf einer Route kann ein Reisender durch einen schattigen Buchenwald gehen, einen trockenen steinigen Hang hinaufsteigen, zu einem Felsvorsprung gelangen, offene Wiesen sehen und den Spaziergang auf einem Gipfel mit Blick auf die Stadt oder die umliegenden Ebenen beenden.

Im Frühling lockt der Naturpark der Region Kremenez mit der Blüte von Wald- und Steppenpflanzen. Im Sommer spenden die dichten Bäume auf den Wegen Schatten und Kühle, im Herbst bedecken sich die Hänge mit gelben, kupferfarbenen und purpurroten Tönen, und im Winter eröffnet der laublose Wald Ausblicke, die zu anderen Jahreszeiten vom Grün verborgen werden.

Gerade die Verbindung von Erosionsrelief, Kalksteinfelsen, tiefen Schluchten, Wäldern und offenen Panoramen macht die Kremenez-Berge im Gebiet Ternopil zu einem besonderen Naturkomplex. Hier gibt es weder die Höhen der Karpaten noch steile Alpengipfel, dafür eine andere Attraktion: die Möglichkeit, in kurzer Zeit außerordentlich unterschiedliche Landschaften zu sehen und zu erleben, wie die Natur die Geschichte der Region Kremenez buchstäblich geprägt hat.


Foto- und Videogalerie


Nationalpark in Kremenez: Besuchsdauer, Schwierigkeitsgrad der Routen und Budget

Das touristische Juwel der Region Kremenez ist kein gewöhnlicher Stadtpark mit einem zentralen Eingang, einer Kasse und einer einzigen Promenade. Sein Gebiet besteht aus einzelnen Naturflächen, Reliefformbergen, Waldgebieten, Lehrpfaden und Wanderrouten in Kremenez und Umgebung. Daher hängen die Dauer der Reise, ihr Schwierigkeitsgrad und die Kosten davon ab, welche Orte Sie besuchen möchten. Schließlich ist die Liste der Naturschutzgebiete, die zum Nationalen Naturpark «Kremenez-Berge» gehören, umfangreich.

Für einen ersten Eindruck vom Park genügt es daher, einen oder zwei gut erreichbare Gipfel in der Nähe der Stadt auszuwählen. Für eine umfassendere Tour sollte man einen ganzen Tag einplanen; die entfernteren Berge, Waldgebiete und Sehenswürdigkeiten der Region Schumsk nimmt man besser in einen separaten zweitägigen Ausflug auf.

Die meisten beliebten Spazierwege weisen einen leichten oder mittleren Schwierigkeitsgrad auf und erfordern keine spezielle Bergausrüstung. Einige Anstiege führen jedoch über steile Hänge, unbefestigte Wege, steinige Abschnitte und Waldpfade mit Baumwurzeln. Nach Regen kann der Untergrund rutschig werden, besonders an Berghängen, auf Felsen und in schattigen Waldabschnitten. Für einen Spaziergang empfiehlt sich daher bequemes Schuhwerk mit griffiger Profilsohle, auch wenn die Route kurz erscheint.

Eignet sich der Nationalpark Kremenez für einen Familienausflug mit Kindern?

Für Familien mit Kindern eignen sich am besten kurze umweltpädagogische Lehrpfade und Routen in der Nähe der Verwaltungsgebäude des Parks. Der Pfad «Waldsinfonie» ist etwa einen Kilometer lang und verfügt über Informationsstationen sowie Rastplätze. Auf anspruchsvollere Anstiege sollte man Kinder nur unter Berücksichtigung ihres Alters, ihrer Ausdauer und der Wetterbedingungen mitnehmen.

Anreise und Reisebudget für den Park Kremenez-Berge

Einige beliebte Orte liegen nicht weit von den Wohnvierteln Kremenez entfernt, sodass man den Ausgangspunkt der Route zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Für den Besuch des Berges Boscha Hora und anderer abgelegener Gebiete ist es bequemer, mit dem Auto zu fahren oder einen organisierten Ausflug in den Park Kremenez-Berge zu buchen.

Die meisten Naturpfade verfügen weder über eine durchgehende befestigte Oberfläche noch über Rampen oder speziell ausgebaute Wege. Aufgrund des unebenen Geländes, der steilen Hänge und des Waldbodens können sie für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen schwierig sein. Vor der Reise sollte man bei der Parkverwaltung erfragen, welcher Weg den Bedürfnissen der jeweiligen Gruppe am besten entspricht.

Erholung in den Kremenez-Bergen lässt sich mit einem kleinen Budget organisieren. Bei einer selbstständigen Reise gehören die Anfahrt nach Kremenez, Verpflegung, Unterkunft und Fahrten zwischen den abgelegenen Parkteilen zu den wichtigsten Ausgaben. Leistungen eines Reiseführers, die Nutzung von Erholungseinrichtungen und andere im aktuellen Preisverzeichnis des Nationalparks vorgesehene Leistungen werden gesondert berechnet.

Die genaue Preis für eine Führung durch den Park «Kremenez-Berge» sollte vor der Reise überprüft werden, da sich die Tarife ändern können. Für eine Gruppenführung empfiehlt es sich, rechtzeitig Kontakt mit der Verwaltung aufzunehmen und Route, Programmdauer, Teilnehmerzahl und Zahlungsweise abzustimmen.

Somit eignen sich die Kremenez-Berge zur Erholung sowohl für einen kurzen Spaziergang als auch für eine abwechslungsreiche Wochenendreise. Entscheidend ist, die Route im Voraus festzulegen, die eigene körperliche Fitness realistisch einzuschätzen und nicht zu versuchen, das gesamte große Schutzgebiet in wenigen Stunden zu erkunden.


Interessante Fakten und Legenden über die Kremenez-Berge

Das Naturjuwel der Region Ternopil bei Kremenez ist nicht nur wegen seiner Wälder, Felsen und Panoramen interessant. Fast jeder bekannte Gipfel hat hier seine eigene Überlieferung, und historische Ereignisse sind so eng mit der Volksvorstellung verwoben, dass es manchmal schwierig ist, dokumentierte Fakten von Legenden zu trennen. Deshalb gleicht eine Reise durch den Park der Begegnung mit zwei parallelen Welten: dem realen Naturkomplex und der Region Kremenez, wie die Einheimischen sie sich über Jahrhunderte hinweg vorgestellt haben.

Legenden sollte man jedoch nicht als genaue Beschreibung der Vergangenheit verstehen. Sie sind Teil des immateriellen Kulturerbes der Region — Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden und die Namen der Berge, ungewöhnliche Felsformen, das Entstehen von Quellen und alte Ruinen erklärten. Bei einer Führung durch den Park helfen solche Überlieferungen, die Atmosphäre der Gegend besser zu spüren; dennoch sollte man sie von belegten Fakten unterscheiden.

Legenden der Jungfrauenfelsen

Die Jungfrauenfelsen gehören zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten von Kremenez. Felsvorsprünge, Abgründe, Felsblöcke und bewaldete Hänge schaffen hier eine besonders dramatische Landschaft. Daher überrascht es nicht, dass sich um diesen Ort mehrere Volkssagen ranken. Die bekannteste Legende erzählt von Mädchen, die während eines tatarischen Überfalls gefangen genommen werden sollten. Um nicht in Gefangenschaft zu geraten, sollen sie ihre Zöpfe miteinander verbunden und sich von den hohen Felsen gestürzt haben. Seitdem sollen der Berg und die Felsvorsprünge ihren Namen tragen.

Nach einer anderen Version der Sage beteten die gefangenen Mädchen um Rettung. Daraufhin schliefen die Angreifer ein und den Gefangenen gelang die Flucht. Zum Dank sollen sie in der Nähe ein Kloster gegründet haben. Der weitere Teil der Legende erzählt von einem riesigen Felsen, den eine böse Macht auf einen Tempel geschleudert habe. Dessen Bruchstücke sollen die Felsblöcke an den Hängen gebildet haben.

Historisch lassen sich diese Erzählungen nicht bestätigen. Sie vermitteln jedoch eindrucksvoll die zentralen Motive der lokalen Folklore: die Gefahr tatarischer Überfälle, die Angst vor Gefangenschaft, den Glauben an eine wundersame Rettung und den Versuch, die Entstehung der ungewöhnlichen Felsformationen zu erklären.

Der Berg Bona: Wo die Geschichte einer Königin zur Legende wurde

Der Name des Berges Bona ist mit einer realen historischen Persönlichkeit verbunden — der polnischen Königin und Großfürstin von Litauen Bona Sforza. Deshalb trägt der Berg ihren Namen. Aus den Unterlagen des polnischen Museums der Kresy ist bekannt, dass Sigismund der Alte Kremenez im Jahr 1536 Bona schenkte und die Burg damit in ihren Besitz überging. In dieser Zeit wurden die bestehenden Befestigungsanlagen auf dem Burgberg umgebaut und verstärkt.

Dieser Sachverhalt ist dokumentarisch belegt, doch mit der Zeit rankten sich zahlreiche Erzählungen um das Bild der Königin Bona. In der lokalen Folklore wurde sie häufig als geheimnisvolle, machtbewusste und sogar grausame Herrscherin dargestellt. Man erzählte von verborgenen Schätzen, unterirdischen Gängen, geheimnisvollen Bestrafungen und dem Geist der Königin, der angeblich bei den Burgruinen erscheint. Solche Geschichten sind für viele alte Festungen typisch und sollten daher nicht als historische Zeugnisse verstanden werden. Sicher ist hingegen, dass der Berg Bona ein wichtiger Verteidigungspunkt war und seine natürliche Gestalt — steile Hänge und die beherrschende Lage über der Stadt — die Verteidigungsmöglichkeiten der Burg von Kremenez erheblich verstärkte.

Das Archiv spricht: So sah die Burg von Kremenez vor fast 500 Jahren aus

Über die Burg von Kremenez ist nicht nur aus Legenden etwas bekannt. Ihr Zustand wurde von staatlichen Visitatoren des Großfürstentums Litauen in den Jahren 1545 und 1552 ausführlich beschrieben. Ziel dieser Überprüfungen war es, die Befestigungen, die Bewaffnung und die Lebensmittelvorräte zu bewerten sowie festzustellen, wer für den Unterhalt der Festung verantwortlich war. Dank dieser Dokumente können Historiker heute das Aussehen und die Verteidigungsfähigkeit der Burg im XVI. Jahrhundert ziemlich genau rekonstruieren.

Bemerkenswert ist außerdem, dass das Archiv eines der Rätsel der Burg von Kremenez lösen half. Bei der Revision im Jahr 1545 hielten die Beamten Erinnerungen an einen älteren Zugang zur Festung durch den Tscherlena-Turm fest. Dank dieses Eintrags konnten moderne Historiker feststellen, dass sich das Befestigungssystem der Burg von Kremenez bereits vor der Mitte des XVI. Jahrhunderts veränderte und das Haupttor in verschiedenen Zeiten an einem anderen Ort lag. Archive funktionieren also manchmal besser als GPS: Der Eintrag ist fast 500 Jahre alt und weist Historiker noch heute darauf hin, wo einst der Haupteingang zur Burg von Kremenez zu suchen war.

Kremenez auf alten Postkarten und Karten, Fotos

Alte Bildquellen helfen dabei, Kremenez so zu sehen, wie die Stadt vor fast einem Jahrhundert bekannt war. In der digitalen Bibliothek Polona befindet sich die aus der Zwischenkriegszeit stammende Postkarte «Krzemieniec, Góra Królowej Bony», die ungefähr auf die Jahre 1920–1930 datiert wird, sowie eine Karte des Kreises Kremenez der Woiwodschaft Wolhynien, die vor 1939 herausgegeben wurde. Die Postkarte zeigt, dass der Berg Bona schon damals ein unverwechselbares Wahrzeichen der Stadt war. Die Karte vermittelt zudem eine bessere Vorstellung vom historischen Verwaltungsraum rund um Kremenez vor den großen Veränderungen der Mitte des XX. Jahrhunderts.

Für die Erforschung des historischen Bildes des Burgbergs und der Stadt Kremenez ist die polnische fotodokumentarische Plattform Fotopolska von besonderem Wert. Ihre dem Berg Bona in Kremenez gewidmete Sammlung umfasst alte Fotografien und Postkarten, die zeigen, wie dieser Ort in der ersten Hälfte des XX. Jahrhunderts aussah. Darunter befinden sich Panoramen von Kremenez aus den Jahren 1920–1930, Aufnahmen der Burgruinen auf dem Berggipfel sowie ein Hinweis auf eine Luftaufnahme des Burgbergs aus dem Jahr 1927. Solche visuellen Quellen lassen nicht nur ein modernes Touristenziel erkennen, sondern auch die historische Landschaft, die das Bild von Kremenez über Jahrzehnte geprägt hat.



Wissenswerte Fakten zur Flora der Kremenez-Berge

Legenden schaffen ein emotionales Bild des Parks, doch die wahren Naturfakten über die Kremenez-Berge sind nicht weniger beeindruckend. Auf einem vergleichsweise kleinen Gebiet treffen Buchenwälder, Eichen-Hainbuchen-Bestände, felsige Hänge, Steppenflächen, Höhlen, Quellen und ehemalige Steinbrüche aufeinander. Diese Vielfalt an Lebensräumen bildet die Grundlage für eine außerordentlich artenreiche Flora.

  • Die Kremenez-Berge sind der einzige bekannte Wuchsort der Klokow-Birke in der Ukraine.
  • Im Park und in den angrenzenden Gebieten kann man 22 Arten wild wachsender Orchideen beobachten.
  • Auf den Jungfrauenfelsen haben sich seltene Fels- und Steppenpflanzen erhalten, die an trockene Kalksteinhänge angepasst sind.
  • In den Wäldern kommen große Bestände des Ausdauernden Silberblatts, des Bärlauchs und des Schneeglöckchens vor.

Eine der interessantesten Arten ist das graue Sonnenröschen. Nach Angaben der Parkverwaltung ist es nach der Besetzung der Krim innerhalb des von der Ukraine kontrollierten Gebiets gerade auf den Jungfrauenfelsen zu finden. Dies unterstreicht erneut den Naturschutzwert kleiner felsiger Flächen, die auf den ersten Blick wie gewöhnliche Hänge wirken können.

Der Nationale Naturpark «Kremenez-Berge» ist eines der wertvollsten Zentren der Pflanzenvielfalt in der Westukraine. Bis 2024 wurden auf seinem Gebiet 1 394 Gefäßpflanzenarten festgestellt, von denen mehr als 1 200 durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt wurden. Über 70 Pflanzenarten sind geschützt und in das Rote Buch der Ukraine aufgenommen. Außerdem werden sie durch internationale Naturschutzlisten geschützt, darunter die Berner Konvention, CITES und die Europäische Rote Liste. Diese Zahl wird durch wissenschaftliche Veröffentlichungen des Parks und die jüngsten botanischen Untersuchungen bestätigt.

Die Legenden der Kremenez-Berge helfen dabei, die Landschaft mit den Augen der Menschen früherer Zeiten zu sehen, während wissenschaftliche Fakten ihren wahren Wert verständlich machen. Gerade die Verbindung von Folklore, Geschichte und lebendiger Natur macht diesen malerischen Winkel der Region Ternopil zu einem besonderen Ziel für Bildungstourismus.


Veranstaltungen, Führungen und Foren im Park «Kremenez-Berge»

Der Naturpark hat kein einziges dauerhaftes Festival, das jedes Jahr an denselben Tagen stattfindet. Stattdessen organisiert die Parkverwaltung interessante Führungen, informative Spaziergänge, Naturschutzaktionen, Treffen mit Kindern und Jugendlichen, wissenschaftliche Veranstaltungen sowie thematische Ausflüge in verschiedene Bereiche des Kremenez-Höhenzugs.

Das Programm dieser Veranstaltungen ändert sich im Laufe des Jahres. Daher empfiehlt es sich, vor der Reise die aktuellen Ankündigungen des Parks zu prüfen. Für einige Veranstaltungen ist eine Voranmeldung erforderlich, die Teilnehmerzahl begrenzt oder die Durchführung nur bei günstiger Witterung möglich. Das ist besonders bei Führungen durch Steinbrüche, längeren Waldwanderungen und Routen in entlegene Schutzgebiete wichtig.

Führung durch den Park «Kremenez-Berge» und thematische Ausflüge

Eine der interessantesten Möglichkeiten, das Naturgebiet kennenzulernen, ist eine Führung im Park «Kremenez-Berge» in Begleitung einer Fachkraft. Bei einem solchen Spaziergang erfahren Besucher mehr über die Entstehung des örtlichen Reliefs, die geschützten Wälder der Region Kremenez, seltene Pflanzen und Tiere sowie die Verhaltensregeln in einem Naturschutzgebiet.

Je nach Programm kann die Führung über einen umweltpädagogischen Lehrpfad, eine Waldroute, durch die Umgebung des Berges Tscher tschi, in der Nähe der Jungfrauenfelsen oder durch andere zugängliche Parkbereiche führen. Außerdem werden thematische Ausflüge zu den Steinbrüchen von Kremenez organisiert. Dort ergänzen Informationen über Geologie, die Geschichte des Steinabbaus und unterirdische Fledermausquartiere die naturkundlichen Erläuterungen. Solche Programme können reguläre kostenpflichtige Führungen, Bildungsfahrten oder Benefizveranstaltungen sein. Format, Route, Kosten und Dauer sollten daher unmittelbar vor dem Besuch erfragt werden.

Umweltaktionen, Workshops und Bildungsangebote

Ein wichtiger Bestandteil der Parkarbeit ist die Umweltbildung. Die Mitarbeiter des Nationalparks veranstalten Treffen mit Schülern, Unterricht im Freien, thematische Gespräche, Umweltaktionen, Workshops und informative Führungen. Diese Veranstaltungen vermitteln nicht nur Wissen über die Natur, sondern erklären auch, warum selbst ein auf den ersten Blick gewöhnlicher Waldabschnitt ein wichtiger Lebensraum für seltene Arten sein kann.

Die Themen der Veranstaltungen stehen meist im Zusammenhang mit dem Schutz der Wälder, den jahreszeitlichen Veränderungen in der Natur, seltenen Pflanzen, Vögeln, Fledermäusen, Bestäubern und verantwortungsvollem Erholen. Ein Teil der Programme richtet sich an Kinder, doch auch für erwachsene Besucher, die den malerischen Winkel der Region Ternopil besser verstehen möchten, können einzelne Veranstaltungen interessant sein.

Mit solchen Veranstaltungen werden manchmal die Eröffnung neuer Naturlehrpfade, Naturschutzarbeiten, das Pflanzen von Gewächsen, Aufräumaktionen oder die Beobachtung bestimmter Tiergruppen verbunden. Für Touristen bietet sich dadurch die Möglichkeit, den Nationalpark nicht nur als Ort für Spaziergänge, sondern als lebendiges Zentrum der Erhaltung der biologischen Vielfalt zu erleben.

Wissenschaftliche Konferenzen und naturkundliche Veranstaltungen des Nationalparks «Kremenez-Berge»

Der Park organisiert außerdem wissenschaftliche und wissenschaftlich-praktische Konferenzen, Seminare, Schulungen, Workshops und Treffen zum Naturschutz. Daran nehmen Mitarbeiter von Schutzgebieten, Wissenschaftler, Lehrkräfte, Studierende und Fachleute teil, die Flora, Fauna, Landschaften und Naturschutzmanagement erforschen.

Für gewöhnliche Touristen mögen solche Veranstaltungen sehr spezialisiert wirken. Öffentliche Vorträge, Präsentationen und einzelne Exkursionen ins Gelände enthalten jedoch häufig viele interessante Informationen über seltene Pflanzen der Kremenez-Berge, Veränderungen in Waldökosystemen, die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume und die Ergebnisse von Tierbeobachtungen.

Kulturelle Veranstaltungen in Kremenez, die sich mit einem Parkbesuch verbinden lassen

Ein Aufenthalt in den Kremenez-Bergen lässt sich leicht durch ein Kulturprogramm in der Stadt selbst ergänzen. Zu den bekanntesten regelmäßigen Veranstaltungen gehört das internationale ukrainisch-polnische Literatur- und Kunstforum «Dialog der zwei Kulturen», das traditionell Anfang September in Kremenez stattfindet und mit dem in der Stadt geborenen Juliusz Słowacki verbunden ist.

Im Rahmen des Forums finden literarische Begegnungen, Ausstellungen, Konzerte, wissenschaftliche Diskussionen und Gedenkveranstaltungen statt. Einer der wichtigsten Veranstaltungsorte ist das Literatur- und Gedenkmuseum von Juliusz Słowacki. Daher lässt sich die Reise so planen, dass man am Vormittag auf den Touristenpfaden von Kremenez wandert und anschließend das Kulturprogramm im historischen Stadtzentrum besucht.

Im Laufe des Jahres können in Kremenez und den umliegenden Ortschaften auch andere künstlerische, familiäre, religiöse und historisch-kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Sie sind nicht Teil des offiziellen Programms des Nationalparks, helfen jedoch dabei, die Geschichte, Kultur und Traditionen der Region Kremenez besser kennenzulernen.

Kulturelle Veranstaltungen und organisierte Führungen machen eine Reise nach Kremenez abwechslungsreicher. Der größte Wert dieser Gegend bleibt jedoch ihre Natur. Auch ohne spezielles Programm lohnt sich das Zentrum für biologische Vielfalt in Kremenez wegen seiner Waldwege, Felsen, Panoramen und der Ruhe, die man bei Veranstaltungen mit vielen Menschen nur schwer erleben kann.


Was man im Park «Kremenez-Berge» sehen und unternehmen kann

Das Naturschutzgebiet des Parks «Kremenetzer Berge» lässt sich nicht als eine einzige kompakte Touristenattraktion besichtigen. Seine geschützten Bereiche erstrecken sich entlang des Kremenetzer Höhenzugs und liegen voneinander entfernt. Einige Routen beginnen direkt in Kremenez, während andere Sehenswürdigkeiten bequemer separat angefahren werden.

Daher sollte man vor der Reise das Hauptziel festlegen: zu den Ruinen der Burg hinaufsteigen, einen Waldpfad entlangwandern, Kalksteinfelsen sehen, einen spirituellen Ort besuchen, mit einem Führer zu den Steinbrüchen hinabsteigen oder einen Tag einer längeren Wanderroute widmen. Gerade diese Vielfalt macht den grünen Schatz der Region Ternopil zu einem beliebten Naturziel für Familien, Fotografen, Geschichtsinteressierte und Aktivurlauber.

Die Flora und Fauna der Kremenetzer Berge machen das Parkgebiet das ganze Jahr über interessant. Im Frühling blühen hier Waldpflanzen, im Sommer spenden Buchen- und Eichen-Hainbuchen-Wälder angenehme Kühle, im Herbst verwandeln sich die Hänge in farbenfrohe Naturkulissen, und im Winter sind die Konturen der Berge durch die kahlen Bäume besser zu erkennen.

Eine ungeeignete Jahreszeit für eine Reise hierher gibt es also kaum — es sei denn, man bricht direkt nach einem starken Regenguss in neuen weißen Schuhen auf. Damit der Spaziergang jedoch nicht nur mit ein paar Fotos und der Frage «Schön, aber wohin geht es jetzt weiter?» endet, sollte man sich im Voraus informieren, welche Orte für Wanderrouten das Naturschutzgebiet birgt, was es in seiner Umgebung zu sehen gibt und was man hier unternehmen kann. Denn hinter einer gewöhnlichen Kurve des Waldpfads können sich steile Felsabbrüche, alte Burgwälle, Quellen, Festungsruinen oder ein Panorama verbergen, für das man gern noch einige Kilometer weiterwandert.

Insgesamt wurde im Park ein Netz ökologisch-touristischer Routen eingerichtet, die mit verschiedenen Teilen des Naturschutzgebiets vertraut machen. Im Jahr 2024 wies die Verwaltung des Nationalparks «Kremenetzer Berge» zehn Routen mit einer Gesamtlänge von 33 Kilometern aus — und jede von ihnen zeigt die Region Kremenez von einer anderen Seite.

Den Burgberg besteigen und die Burg Kremenez besichtigen

Der Burgberg in Kremenez, auch Bona-Berg genannt, ist der bekannteste touristische Ort der Stadt. Auf seinem Gipfel sind die Ruinen der Burg erhalten, und von den Hängen eröffnet sich ein Panorama auf die historische Innenstadt, die Kirchen, die Wohnviertel und die umliegenden Hügel.

Die offizielle ökologisch-touristische Route «Burgberg» ist 2,2 Kilometer lang. Für den Aufstieg ist keine spezielle Ausrüstung erforderlich, allerdings sind einige Abschnitte recht steil, und nach Regen können Erde und Steine rutschig sein. Genau diesen Weg meinen Reisende oft, wenn sie nach einem Ökopfad zur Bona suchen.

Auf dem Gipfel sollte man sich nicht auf einen kurzen Blick auf die Mauern beschränken. Von verschiedenen Teilen des Burghofs eröffnen sich unterschiedliche Ausblicke, und das natürliche Gelände macht verständlich, warum diese Anhöhe eine so wichtige Verteidigungsfunktion hatte. Für einen entspannten Aufstieg, die Besichtigung der Ruinen und das Fotografieren sollte man mindestens anderthalb Stunden einplanen.

Die Jungfrauenfelsen und die Kalksteinabbrüche sehen

Die Jungfrauenfelsen gehören zu den eindrucksvollsten Naturdenkmälern in der Nähe von Kremenez. Hier ragen zwischen den Wäldern Kalksteinvorsprünge, große Felsblöcke, Abhänge und steinige Plattformen empor, von denen aus die umliegenden Hügel und Ebenen zu sehen sind.

Dieser Teil des Parks ist nicht nur wegen seiner Landschaft interessant. Die offenen, trockenen Hänge bieten seltenen Pflanzen einen Lebensraum. Deshalb darf man die markierten Wege nicht verlassen, keine Blumen pflücken und die Vegetation in der Nähe der Felsen nicht zertreten. An den Kanten der Abhänge ist besondere Vorsicht geboten: Es gibt hier keine durchgehende Absperrung, und die feuchte Steinoberfläche kann rutschig sein.

Diese Felsen eignen sich gut für einen gemütlichen Spaziergang, Naturfotografie und die Beobachtung der wechselnden Vegetation. Im Frühling locken die Hänge mit ihrer Blütenpracht, im Sommer schützt der Wald vor der Hitze, und im Herbst wirkt dieser Teil der Kremenetzer Berge durch das Zusammenspiel von hellem Stein und bunt gefärbtem Laub besonders eindrucksvoll.

Eine Route zum Gottesberg unternehmen

Die Route «Gottesberg» ist 1,7 Kilometer lang und führt zu einem der bekanntesten Natur- und spirituellen Orte der Region Kremenez. Der Berg erhebt sich inmitten einer offenen Landschaft, seine Hänge sind jedoch bewaldet. Beim Aufstieg geht die Feldlandschaft daher allmählich in eine schattige natürliche Umgebung über.

Die wichtigsten Besuchsziele sind die Quelle und die mit dem Berg verbundenen Heiligtümer. Für die einen ist dies eine touristische Route, für die anderen ein Pilgerort. Daher sollte man sich an der Kapelle und an der Quelle ruhig verhalten, keinen unnötigen Lärm verursachen und die Menschen respektieren, die zum Beten hierherkommen.

Eine Fahrt zum Gottesberg plant man am besten als separaten Teil einer Wochenendreise. Er liegt außerhalb des Stadtzentrums, daher gelangt man am bequemsten mit dem Auto zum Beginn des Pfads und setzt die Reise anschließend zu Fuß fort.

Den Danilow-Berg und den Burgwall auf dem Unias-Berg besuchen

Der Danilow-Berg ist wegen der Verbindung von Naturlandschaft, alter Geschichte und sakraler Architektur interessant. Die 2,5 Kilometer lange offizielle Route führt durch bewaldete Hänge und zu einem Ort, der mit der mittelalterlichen Stadt Danilow verbunden ist.

Ein weiterer wenig bekannter, aber sehenswerter Ort ist der Unias-Berg. Zu ihm führt eine 2,1 Kilometer lange Route. Auf dem Berg sind Spuren einer alten befestigten Siedlung erhalten, und der Spaziergang verläuft durch ruhige Waldabschnitte mit deutlich weniger Besuchern als auf dem Bona-Berg oder bei den Jungfrauenfelsen.

Der Danilow-Berg und der Unias-Berg eignen sich für Reisende, die bereits die wichtigsten Orte von Kremenez besucht haben und weniger frequentierte Teile des Parks sehen möchten. Für diese Tour sollte man den Ausgangspunkt der Route im Voraus klären und eine Karte herunterladen, da der Mobilfunkempfang im Wald instabil sein kann.

Eine Führung durch die Kremenetzer Steinbrüche unternehmen

Die Kremenetzer Steinbrüche, die manchmal als Katakomben bezeichnet werden, sind ein von Menschen geschaffenes System unterirdischer Abbaustollen. Sie entstanden durch die Gewinnung von Stein und wurden später zu einem wichtigen Überwinterungs- und Aufenthaltsort für Fledermäuse. Heute ergänzt diese Route die Wanderwege von Kremenez.

Die unterirdischen Gänge allein zu betreten, ist gefährlich. Man kann leicht die Orientierung verlieren; außerdem gibt es niedrige Durchgänge, unebenen Boden, Geröll und Bereiche mit hoher Feuchtigkeit. Sicher ist der Besuch nur im Rahmen einer organisierten Führung mit einem Führer, der die zugänglichen Gänge und die Verhaltensregeln in der Nähe der Aufenthaltsorte der Tiere kennt.

Vor der Führung sollte man klären, welche Ausrüstung der Veranstalter bereitstellt und was man selbst mitbringen muss. In der Regel sind festes, geschlossenes Schuhwerk, warme Kleidung, Handschuhe und eine Stirnlampe sinnvoll. Im Inneren darf man die Fledermäuse nicht berühren, sie nicht mit hellem Licht anleuchten und keinen starken Lärm verursachen.

Mit Kindern einen ökologischen Lehrpfad erkunden

Für Familien und Schulgruppen bietet der Park zwei Lehrpfade. «Waldsymphonie» beginnt bei der Verwaltung des Nationalparks in Kremenez, ist etwa einen Kilometer lang und umfasst sieben thematische Stationen. Entlang der Route informieren Tafeln über die belebte und unbelebte Natur, Flora, Fauna und Arten der Roten Liste.

Der Pfad «Lernt die Natur gemeinsam mit uns kennen» liegt im Dorf Lisch nia neben dem Verwaltungsgebäude der Ungarischen Naturschutz-Forschungsabteilung. Er besteht aus sechs Stationen und ist mit Stegen, einem Sommerklassenzimmer und interaktiven Elementen ausgestattet.

Dies ist eine der bequemsten Möglichkeiten für einen Familienausflug in den Park «Kremenetzer Berge», besonders wenn die Kinder noch nicht für längere Anstiege oder anspruchsvolle Waldpassagen bereit sind.

Eine Fahrradtour über den Kremenetzer Höhenzug unternehmen

Für erfahrene Radfahrer wurden im Park und in den angrenzenden Gebieten vier Routen entwickelt. Jede ermöglicht es, auf einer einzigen Tour Waldgebiete, Aussichtsgipfel, historische Denkmäler, sakrale Orte und wenig bekannte Winkel der Region Kremenez zu verbinden, die zu Fuß deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen würden.

Mit dem Fahrrad lassen sich mehrere weit voneinander entfernte Natur- und historische Orte erreichen, allerdings ist das Gelände hier uneben und stellenweise recht anspruchsvoll. Die Routen umfassen lange Anstiege, steile Abfahrten, unbefestigte Abschnitte, Waldwege, Baumwurzeln und steinige Passagen. Nach Regen können die Wege rutschig werden und weicher Boden die Fahrt erheblich verlangsamen. Ein Stadtrad mit schmalen Reifen ist daher nicht die beste Wahl. Geeigneter ist ein Mountainbike oder Trekkingrad mit zuverlässigen Bremsen und Reifen mit gutem Grip.

Vor der Abfahrt sollte man den technischen Zustand des Fahrrads, den Reifendruck und die Funktion der Schaltung überprüfen sowie ausreichend Wasser, einen leichten Imbiss, eine Pumpe, einen Ersatzschlauch oder Flickzeug, ein Multitool und eine kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung mitnehmen. Auch wenn die Route kurz erscheint, können die Anstiege mehr Kraft und Zeit kosten als erwartet. Daher sollte man das Tempo ohne Eile planen. Außerdem ist es sinnvoll, vorab eine Offline-Karte herunterzuladen und Rastplätze zu markieren, da der Mobilfunkempfang in den Waldabschnitten instabil sein kann.

Eine Fahrradtour durch die Kremenetzer Berge ist kein Geschwindigkeitsrennen, sondern eine Möglichkeit, mehr zu sehen und dabei den unmittelbaren Kontakt zur Natur zu bewahren. Auf den offenen Gipfeln lohnt sich eine Pause wegen des Panoramas, an den Quellen kann man sich ausruhen, und in den geschützten Bereichen sollte man das Tempo verringern und die ausgewiesene Route nicht verlassen. So wird die Fahrt nicht nur interessant, sondern auch für Reisende und Umwelt sicher.

Im Erholungsgebiet am Wolfsberg entspannen

Am Wolfsberg wurde ein Erholungsgebiet mit einem Zeltplatz, Pavillons, Wasser, Toiletten, einem Sportplatz und einem ausgewiesenen Feuerstellenbereich eingerichtet. Es eignet sich für Reisende, die länger im Park bleiben und Wanderrouten mit Erholung in der Natur verbinden möchten. Dieser Ökopfad ist 2,1 km lang.

Vor dem Aufstellen eines Zeltes oder dem Entzünden eines Feuers sollte man die geltenden Regeln und mögliche saisonale Einschränkungen klären. In Zeiten erhöhter Waldbrandgefahr kann offenes Feuer auch auf zuvor eingerichteten Plätzen verboten sein.

Die Kremenetzer Berge als Erholungsziel bieten weit mehr als nur einen Aussichtsgipfel. Hier kann man einen kurzen Ökopfad erkunden, zu einer alten Festung aufsteigen, Felsabbrüche sehen, eine Quelle besuchen, zu einer Waldtour aufbrechen, eine Fahrradroute befahren oder an einer Lehrführung teilnehmen.

Wer die Natur und Geschichte der Region näher kennenlernen möchte, sollte auch die anderen offiziellen Routen des Parks beachten. Der 2,4 km lange Pfad «Zu den Felsen von Slowazkyj» führt zu malerischen Felsformationen, die mit dem Kulturerbe von Kremenez verbunden sind. Die 3,7 km lange Route «Auf den Pfaden des alten Kremenez» verbindet Naturlandschaften mit historischen Orten der Stadt, während «Auf den Pfaden von Lisch nia» auf 4,7 km ruhigere Waldabschnitte und die Umgebung des Dorfes Lisch nia erschließt.

Die 3,4 km lange Route «Schätze des Kremenetzer Waldes» eignet sich für alle, die sich für die Pflanzen- und Tierwelt geschützter Wälder interessieren. Der 2,4 km lange Pfad «Zu den reinen Quellen» verbindet hingegen einen gemütlichen Spaziergang mit dem Besuch natürlicher Wasserquellen. Jede dieser Routen erschließt einen eigenen Teil der Region Kremenez. Deshalb sollte man sie nach verfügbarer Zeit, körperlicher Fitness und gewünschter Reiseart auswählen.

Wichtig ist vor allem, die offiziellen Wege zu nutzen, die Entfernungen zwischen den Orten zu berücksichtigen, den Zustand der Route vor dem Aufbruch zu prüfen und nur Fußspuren auf dem Weg zurückzulassen. So bleibt eine Reise durch die Kremenetzer Berge für die Reisenden angenehm und die geschützte Natur sicher.


Sehenswerte Orte in der Nähe des Parks «Kremenetzer Berge»

Eine Reise in den Nationalen Naturpark «Kremenetzer Berge» lässt sich leicht zu einer abwechslungsreichen Route durch den nördlichen Teil der Region Ternopil und das benachbarte Gebiet Riwne ausbauen. Neben Naturpfaden liegen hier alte Kirchen, Museumsgüter, Paläste, Klöster und Festungsdenkmäler. Einige davon kann man zu Fuß innerhalb von Kremenez besichtigen, andere erreicht man bequemer mit dem Auto.

Der größte Fehler eines Reisenden besteht darin, alles an einem Tag unterbringen zu wollen. Nach dem Aufstieg auf den Berg Bona, einem Spaziergang zu den Mädelsfelsen und mehreren Stunden im Wald interessiert sich selbst der engagierteste Tourist irgendwann mehr für das Abendessen als für die Architektur des XVIII. Jahrhunderts. Deshalb sollte man die nahe gelegenen Sehenswürdigkeiten nach Entfernung und Zeit aufteilen und sich die Möglichkeit lassen, jeden Ort in Ruhe zu besichtigen.

Historisches Zentrum von Kremenez und Botanischer Garten

Am einfachsten setzt man die Reise mit einem Spaziergang durch Kremenez selbst fort. Das historische Stadtzentrum liegt zwischen Berghängen, sodass die alten Häuser, Klöster und Kirchen harmonisch in die Landschaft eingebettet sind. Nach den Waldwegen ist es besonders interessant zu sehen, wie die Wälder der Kremenetzer Berge die Straßenplanung und das gesamte Erscheinungsbild der Stadt geprägt haben.

Zu den bedeutendsten Baudenkmälern gehört der Komplex des ehemaligen Jesuitenkollegs, der im XVIII. Jahrhundert errichtet wurde. In seinen Mauern befanden sich später das Wolhynische Gymnasium und das Kremenetzer Lyzeum. Das weitläufige barocke Ensemble ist von den umliegenden Anhöhen gut zu sehen und bleibt eines der markantesten Wahrzeichen von Kremenez.

Im zentralen Stadtteil lohnt es sich außerdem, auf die alten Kirchen, Klostergebäude, die Wohnbebauung vergangener Jahrhunderte und die Straßen zu achten, von denen sich überraschende Ausblicke auf den Berg Bona eröffnen. Für einen solchen Spaziergang sollte man mindestens zwei Stunden einplanen und ihn nicht auf die letzten zwanzig Minuten vor der Abfahrt verschieben.

Botanischer Garten von Kremenez wird die Bekanntschaft mit der Flora der Region Kremenez auf natürliche Weise fortsetzen. Er gehört zu den ältesten botanischen Gärten auf dem Gebiet der Ukraine: Seine Entwicklung als wissenschaftliche Einrichtung begann zu Beginn des XIX. Jahrhunderts am Wolhynischen Gymnasium. Das Gartengelände liegt in einer anspruchsvollen Hügellandschaft mit deutlichen Höhenunterschieden. Hier verbinden sich Sammlungspflanzungen, Waldbestände, offene Hänge und Aussichtspunkte, von denen aus man die Berge und die Umgebung der Stadt sehen kann.

Für den Botanischen Garten sollte man mehrere Stunden einplanen und bequemes Schuhwerk mitnehmen. Die Bezeichnung «Garten» kann einen irreführenden Eindruck von ebenen Alleen und einem kurzen Spaziergang vermitteln, doch das örtliche Relief erinnert schnell daran, dass man sich weiterhin im Kremenetzer Hügelland befindet.

Pochaiver Lawra

Etwa 24 Kilometer von Kremenez entfernt liegt die Swjato-Uspenska Lawra von Potschajiw — ein großer Klosterkomplex, der sich über der Stadt Potschajiw erhebt. Seine Silhouette mit dem Glockenturm, den Kathedralen und den goldenen Kuppeln ist bereits bei der Anfahrt zur Stadt zu sehen. Die Lawra ist ein aktives Kloster und ein bedeutender Wallfahrtsort, nicht nur ein Baudenkmal. Beim Besuch sollte man die geltenden Verhaltensregeln beachten, Gottesdienste nicht stören, laute Gespräche vermeiden und sich vorab über die Anforderungen an Kleidung und Fotografieren informieren.

Man kann Potschajiw und das Schutzgebiet von Kremenez an einem Tag verbinden, doch die Route wird ziemlich dicht. Optimal ist es, den Vormittag einem Spaziergang in der Natur zu widmen und nach dem Mittagessen nach Potschajiw aufzubrechen — oder umgekehrt den Park für einen eigenen Tag ohne Eile aufzuheben.

Palast- und Parkanlage von Wyschniwez

Weitere etwa 32 Kilometer von Kremenez entfernt, in Wyschniwez, befindet sich der Palast der Fürsten Wyschnewezkyj. Seine Architektur verbindet Merkmale des späten Barock und des Klassizismus. Die Anlage ist ein Denkmal von nationaler Bedeutung und eine eindrucksvolle Ergänzung für Ihre Reise.

In den Palastsälen befinden sich Museumsausstellungen zur Geschichte der Residenz, zur Familie Wyschnewezkyj und zur Kultur der Region. Nach den Naturwegen der Kremenetzer Berge bietet dieser Ort die Möglichkeit, das Reisetempo zu wechseln und von Waldpfaden zu den Innenräumen einer alten Magnatenresidenz überzugehen.

Wyschniwez lässt sich bequem in eine eigene Autoroute aufnehmen. Vor der Abfahrt empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten des Museums, den Eintrittspreis und die Zugänglichkeit einzelner Säle zu prüfen.

Schloss Dubno und Tarakanіw-Fort

Reisende, die noch einen freien Tag haben, können ihre Reise in Richtung Dubno fortsetzen. Die Entfernung von Kremenez nach Dubno beträgt auf den Straßen je nach gewählter Route ungefähr 35–40 Kilometer. Hier lohnt sich der Besuch des Schlosses Dubno – eines der bekanntesten Festungsdenkmäler der Region Riwne. Die erhaltenen Bastionen, Palastgebäude, der Innenhof und die Museumsausstellungen vermitteln ein deutlich vollständigeres Bild einer Schlossanlage als die Festungsruinen auf dem Berg Bona.

In der Nähe liegt das Tarakanіw-Fort — eine massive Verteidigungsanlage aus dem XIX. Jahrhundert mit Galerien, Kasematten, Wällen und unterirdischen Räumen. Wegen des schlechten Zustands einzelner Bauteile, offener Einsturzstellen und verwirrender Gänge kann die eigenständige Erkundung des Forts gefährlich sein. Man sollte es am besten tagsüber, mit festem Schuhwerk und in Begleitung eines erfahrenen Führers besuchen.


Verhaltensregeln im Nationalpark «Kremenetzer Berge»

Der Nationalpark «Kremenetzer Berge» ist ein Naturschutzgebiet, daher müssen Besucher einige einfache Regeln beachten. Sie helfen, seltene Pflanzen, Tiere und Wälder zu bewahren. Bleiben Sie ausschließlich auf den angelegten Wanderwegen, denn das Verlassen der Route kann die Vegetation beschädigen, Bodenerosion verursachen und an steilen oder felsigen Hängen eine Gefahr darstellen.

Im Park und in den geschützten Wäldern der Region Kremenez wachsen seltene Pflanzen, darunter wild wachsende Orchideen; in den Wäldern und Steinbrüchen leben Rote-Liste-Tiere und Fledermäuse. Pflücken Sie keine Blumen, graben Sie keine Pflanzen aus, berühren Sie keine Tiere und fotografieren Sie sie nicht mit Blitz.

Schalten Sie keine laute Musik ein, schreien Sie nicht und stören Sie weder Tiere noch andere Besucher. In der Nähe von Kapellen, Quellen und sakralen Orten sollten Sie sich zurückhaltend verhalten, da diese für viele Menschen Orte des Gebets und der Wallfahrt sind. Bewahren Sie daher Ruhe und respektieren Sie andere.

Einzelne Routen im Nationalpark können wegen Brandgefahr, schlechten Wetters, beschädigter Wege oder Naturschutzmaßnahmen vorübergehend geschlossen werden. In solchen Fällen müssen Sie den Anweisungen des Parkschutzes folgen und für Ihre Bildungsreise eine andere Route wählen.

Die wichtigste Regel ist ganz einfach: Beschädigen Sie die Natur nicht und hinterlassen Sie nur Spuren auf dem Weg. So bleiben die Kremenetzer Berge sauber, lebendig und auch für kommende Generationen von Reisenden interessant.


Sicherheit während einer Reise durch die Kremenetzer Berge

Die Wanderwege der Kremenetzer Berge erfordern überwiegend keine spezielle Kletterausrüstung. Das bedeutet jedoch nicht, dass man eine Wanderung auf die leichte Schulter nehmen sollte. Steile Hänge, nasse Felsen, Baumwurzeln, Weggabelungen im Wald und eine instabile Mobilfunkverbindung können aus einer gewöhnlichen Wanderung unerwartet eine Herausforderung machen.

Am besten vermeidet man Probleme, indem man die Route im Voraus auswählt, das Wetter prüft, die eigene körperliche Verfassung realistisch einschätzt und nicht zu spät zu einem wenig bekannten Abschnitt aufbricht. Die Berge sind hier nicht hoch, aber Navigationsgerät, Regen und Dämmerung haben manchmal ihren eigenen Sinn für Humor.

Für Spaziergänge im Park eignet sich am besten festes oder sportliches Schuhwerk mit Profilsohle. Sandalen, glatte Turnschuhe und festliches Schuhwerk können bis zum ersten feuchten Hang schön aussehen. Die Kleidung sollte man nach dem Zwiebelschichtprinzip auswählen. Selbst an einem warmen Tag kann es im schattigen Wald oder in Steinbrüchen kühl sein. Im Sommer empfiehlt sich eine Kopfbedeckung, im Frühling und Herbst eine leichte wasserdichte Jacke.

Laden Sie vor dem Aufbruch eine Offline-Karte herunter, speichern Sie die Koordinaten des Ausgangspunkts und teilen Sie Ihren Angehörigen mit, wohin genau Sie gehen. In Waldabschnitten kann das Signal schwächer werden, und eine gleich aussehende Weggabelung bringt einen schnell dazu, dem eigenen Orientierungssinn zu misstrauen. Wenn Sie die Route verloren haben, gehen Sie nicht planlos weiter durch den Wald. Kehren Sie zur letzten bekannten Markierung zurück, prüfen Sie die Karte und kontaktieren Sie nach Möglichkeit die Parkverwaltung oder die Rettungskräfte.

Abgelegene Waldwege und wenig bekannte Pfade sollte man besser mindestens zu zweit begehen. Für eine Führung zu unterirdischen Abbaustätten ist ein erfahrener Begleiter erforderlich, da man sich im Inneren leicht verirren, ausrutschen oder in einen gefährlichen Bereich geraten kann.

In der warmen Jahreszeit gibt es in den Wäldern Zecken, Mücken und andere Insekten. Für einen Spaziergang sollte man geschlossene Kleidung tragen, ein Schutzmittel verwenden und nach der Rückkehr Körper, Haare und Kleidung sorgfältig kontrollieren. Wenn sich eine Zecke festgesaugt hat, muss sie so schnell wie möglich fachgerecht entfernt werden; alternativ sollte man eine medizinische Einrichtung aufsuchen. Man darf die Zecke nicht abbrennen, mit Öl übergießen oder ruckartig herausziehen.

Wie man sich bei einer Begegnung mit einem Wildtier verhält

Wenn Sie eine Schlange oder ein anderes Wildtier sehen, versuchen Sie nicht, sich ihm zu nähern, es zu berühren oder mit einem Stock zu vertreiben. Bleiben Sie stehen, geben Sie dem Tier die Möglichkeit, sich zu entfernen, und umgehen Sie die Stelle langsam in sicherem Abstand. Bei einem Schlangenbiss muss die Bewegung des betroffenen Gliedes eingeschränkt, Hilfe unter 103 oder 112 gerufen und schnellstmöglich eine medizinische Einrichtung erreicht werden. Die Bissstelle darf nicht aufgeschnitten, das Gift nicht ausgesaugt und kein straffer Abbindeverband angelegt werden.

Und denken Sie an die goldene Regel: Selbst für einen kurzen Spaziergang ist es sinnvoll, Pflaster, eine Binde, ein Antiseptikum, ein Allergiemittel, persönliche Medikamente und ein Schmerzmittel mitzunehmen, das Sie gewöhnlich verwenden. Im Rucksack sollten sich außerdem eine geladene Powerbank, eine Taschenlampe, eine Pfeife und ein kleiner Wasservorrat befinden.

Sichere Erholung in den Kremenetzer Bergen beginnt mit einfacher Planung. Bequeme Schuhe, eine Karte, Wasser, ein geladenes Telefon und eine realistische Einschätzung der eigenen Kräfte wiegen deutlich weniger als ein Rucksack voller unnötiger Dinge, sind aber viel nützlicher.


Häufige Fragen zum Nationalen Naturpark «Kremenetzer Berge»

Wo liegt der Nationale Naturpark «Kremenetzer Berge»?

Der Park liegt in der Region Ternopil und umfasst einzelne Abschnitte des Kremenetzer Höhenzugs in Kremenez und den umliegenden Ortschaften. Es handelt sich nicht um ein einziges kompaktes Gebiet mit einem einzigen Eingang, sondern um ein System aus Bergen, Wäldern, Naturdenkmälern und touristischen Routen.

Mit welcher Route beginnt man am besten die Erkundung der Kremenetzer Berge?

Für den ersten Besuch empfiehlt sich am besten der Schlossberg, auch Bona genannt, mit den Ruinen der Burg von Kremenez. Nach dem Aufstieg kann man den Spaziergang durch das historische Zentrum von Kremenez fortsetzen, den Botanischen Garten besuchen oder einen der kurzen Naturpfade in Stadtnähe nehmen.

Wie viel Zeit benötigt man für den Besuch des Parks «Kremenetzer Berge»?

Für einen einzelnen kurzen Ort sollte man ungefähr 1,5–3 Stunden einplanen. Für die Erkundung mehrerer Orte in Kremenez ist ein ganzer Tag erforderlich. Wenn Sie den Berg Boha, den Berg Danilowa, Unias oder andere abgelegene Parkbereiche besuchen möchten, sollten Sie zwei Tage einplanen.

Muss man für den Eintritt in den Nationalpark «Kremenetzer Berge» eine Eintrittskarte kaufen?

Ein einheitliches Eintrittsticket für das gesamte Parkgebiet gibt es nicht, da die einzelnen Bereiche voneinander getrennt liegen. Führungen, die Nutzung einzelner Erholungseinrichtungen und andere Dienstleistungen können jedoch kostenpflichtig sein. Die aktuellen Preise sollten vor der Reise bei der Parkverwaltung erfragt werden.

Sind die Kremenezki-Berge für einen Familienurlaub mit Kindern geeignet?

Ja, allerdings sollte die Route dem Alter und der Ausdauer des Kindes entsprechend ausgewählt werden. Für Familien eignen sich kurze umweltpädagogische Lehrpfade, Spaziergänge in der Umgebung von Kremenez und Routen ohne steile Abgründe am besten. An den Jungfrauenfelsen und an steilen Hängen sollten Kinder stets im Blick behalten werden.

Wird für die Wanderwege bei Kremenez eine spezielle Ausrüstung benötigt?

Für die meisten offiziellen Routen ist keine Kletterausrüstung erforderlich. Ausreichend sind festes Schuhwerk mit profilierter Sohle, bequeme Kleidung, ein Wasservorrat, eine Offline-Karte und eine kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung. Für den Besuch der Steinbrüche werden ein Führer, eine Taschenlampe und geeignete Schutzkleidung benötigt.

Wann ist die beste Zeit für eine Reise in die Kremenezki-Berge?

Am angenehmsten sind Frühling, Sommer und Herbst. Im Frühling blühen die Waldpflanzen, im Sommer spenden die Bäume Schatten, und im Herbst zeigen sich die Hänge in besonders ausdrucksvollen Farben. Auch im Winter ist der Park interessant, doch Schnee, Glätte und die kurzen Tage können die Route erschweren.

Darf man den Park mit einem Hund besuchen?

Auf den zugänglichen Routen muss der Hund an der Leine geführt werden; außerdem darf er weder Wildtiere verfolgen noch in geschützte Dickichte laufen. Der Halter muss die Hinterlassenschaften des Tieres beseitigen. Vor der Reise empfiehlt es sich, zu erfragen, ob für den jeweiligen Bereich Einschränkungen gelten.

Wo bieten sich die schönsten Ausblicke auf die Kremenezki-Berge?

Das bekannteste Panorama bietet sich vom Burgberg aus, von dem Kremenez und die umliegenden Hügel zu sehen sind. Eindrucksvolle Ausblicke gibt es auch an den Jungfrauenfelsen, im Botanischen Garten und an einzelnen offenen Bereichen des Kremenezki-Höhenzugs.

Was ist im Gebiet des NNP «Kremenezki-Berge» nicht erlaubt?

Es ist verboten, Pflanzen zu pflücken oder auszugraben, Tiere zu stören, Müll zu hinterlassen, Bäume und Felsen zu beschädigen, an nicht dafür vorgesehenen Stellen Feuer zu machen oder offizielle Routen eigenmächtig zu verlassen. Bei einer vorübergehenden Sperrung eines Bereichs sind die Anweisungen der Parkmitarbeiter zu befolgen.


Wissenswertes über den NNP «Kremenezki-Berge»
Besuch empfohlen
Art des Reiseziels
Nationalpark, Naturschutzgebiet und Zentrum für Wandertourismus
Lage des Parks
Territoriale Gemeinden der Städte Kremenez und Schumsk, Rajon Kremenez, Oblast Ternopil
Gesamtfläche
6951,2 Hektar
Schwierigkeitsgrad der Routen
Überwiegend leicht und mittelschwer; es gibt steile, steinige und nach Regen rutschige Abschnitte
Eintrittspreise
Ein einheitliches Eintrittsticket für das gesamte Parkgebiet gibt es nicht. Führungen und einzelne Dienstleistungen werden gemäß der aktuellen Preisliste berechnet
Beste Reisezeit
April–Oktober; besonders malerisch sind die Kremenezki-Berge im Frühling und Herbst
Aktivitäten
Wander- und Fahrradrouten, naturkundliche Führungen, Vogelbeobachtung, Fotografieren und Erholung im Erholungsgebiet
Offizielle Website
Parkverwaltung
Ossowyza-Straße 12, Stadt Krements, Oblast Ternopil, 47003, Ukraine
Anreise
Mit dem Auto über die M19 nach Krements; mit der Bahn nach Ternopil oder Dubno, anschließend mit dem Bus in die Stadt

Die Kremenezki-Berge in der Podolischen Hochfläche — ein Ort, an den man zurückkehren möchte

Der Nationale Naturpark «Kremenezki-Berge» ist weit mehr als nur einige malerische Hügel rund um die alte Stadt. Auf relativ kleinem Gebiet vereinen sich hier geschützte Wälder, Kalksteinfelsen, tiefe Schluchten, Quellen, alte Siedlungsbefestigungen, sakrale Orte und Denkmäler, die die Geschichte der Region bewahren.

Gerade diese Vielfalt macht den NNP «Kremenezki-Berge» zu einem idealen Ziel für einen Wochenendausflug, einen Familienurlaub, eine lehrreiche Exkursion, eine Fahrradtour oder einen entspannten Spaziergang inmitten der Natur. Hier lassen sich aktiver Tourismus, Geschichte, Fotografie, Vogelbeobachtung und die Erkundung der Kulturdenkmäler von Kremenez miteinander verbinden.

Gleichzeitig verdient dieses Naturjuwel der Region Kremenez einen sorgsamen Umgang. Seltene Pflanzen vertragen kein Zertrampeln, Fledermäuse keine unnötige Störung, und die bewaldeten Hänge leiden unter wilden Trampelpfaden und zurückgelassenem Müll. Der beste Dank an den Park für seine schönen Landschaften besteht daher darin, einer offiziellen Route zu folgen, die Natur nicht zu beschädigen und nur Fotos und Erinnerungen mitzunehmen.

Die Kremenezki-Berge versuchen nicht, durch ihre Höhe zu beeindrucken — sie begeistern durch ihre Inhalte. Hinter jedem Hügel kann sich hier eine alte Legende, eine seltene Pflanze, der Rest einer Befestigungsanlage oder ein Ausblick verbergen, der zum Innehalten und Vergessen der geplanten Zeit einlädt. Vielleicht entsteht deshalb nach der ersten Reise das Gefühl, noch längst nicht alles gesehen zu haben.


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